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Sassenburg Nur 48 Stunden, um das Musical einzuüben
Gifhorn Sassenburg Nur 48 Stunden, um das Musical einzuüben
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16:00 13.11.2019
"Schwein gehabt": 23 Kinder, Jugendliche und Erwachsene führten in der Thomaskirche ein in nur 48 Stunden einstudiertes Musical auf. Quelle: Ron Niebuhr
Neudorf-Platendorf

Nur 48 Stunden blieben jetzt in Neudorf-Platendorf, um das Musical „Schwein gehabt“ einzuüben. 21 Kinder und Jugendliche sowie zwei Mütter führten es vor begeistertem Publikum in der Thomaskirche auf. Anlass dazu gab deren 55-jähriges Bestehen.

„Schwein gehabt“: Dahinter verbarg sich die aus der Bibel bestens bekannte Geschichte vom Bau der Arche angesichts der drohenden Sintflut. Im Grunde ähnelte das Musical dem biblischen Vorbild, „aber einiges in der Handlung ist ganz anders“, sagte Pastorin Sandra Schulz. „Du bist doch behämmert! Du bist ein Clown!“, riefen die Menschen Noah zu, weil er fernab von jedem Fluss oder Meer mit dem Bau eines Schiffes begann. Noah, gespielt von Jonas Wehner, setzte seine Arbeit unbeirrt fort. Immerhin galt es eine so große Arche zu bauen, dass von jeder Tierart ein Paar darauf Platz fand.

Schnecken wollen nicht mit

Die Tiere allerdings trotteten keineswegs brav an Bord. Die findigen Ratten etwa rebellierten gegen die Ein-Paar-Regel. Es gab schließlich zig Arten von Ratten – und die wollten alle gerettet werden. Zum Ausdruck brachten sie das mit einem Rap. Die Schnecken dagegen wollten nicht auf die Arche kommen. Herr und Frau Kamel, gespielt von Bennet Kaday und Joylin Böse, mussten sie hineinschieben. Und Frau Pinguin hatte ihr Smartphone vergessen! 40 Tage offline? Ein Albtraum! Die über Noah anfangs noch lästernden Menschen hatten übrigens Glück. Durch eine überraschende Wendung kamen sie – anders als in der Bibel – doch mit auf die Arche.

Pastorin Sandra Schulz als Erzählerin

Pastorin Schulz freute sich, dass so viele Kinder und Jugendliche im Alter von sieben bis 17 Jahren und sogar zwei Mütter im Musical mitwirkten. Auch die Leitung teilten sich mehrere Generationen: Romy Rosenthal (16) aus Neudorf-Platendorf entwickelte die Choreographie, Chorleiterin Regina Wilken aus Hildesheim kümmerte sich um Gesang und Kostüme und Wolfgang Teichmann, der auch die Musik fürs Stück geschrieben hatte, begleitete die Sänger auf dem Klavier. Pastorin Schulz schlüpfte in die Rolle der Erzählerin.

In ihrer früheren Kirchengemeinde hatte Schulz schon einmal ein Musical-Projekt mit Teichmann in nur 48 Stunden durchgezogen. Daher wusste sie, dass es machbar ist. „Wir haben vorab CDs zum Reinhören verteilt“, sagte sie. So konnte sich jeder vorm Probenbeginn mit dem Stück vertraut machen. Am Freitagnachmittag legten die Darsteller dann los: „Wir haben bis in den Abend hinein geprobt“, sagte Schulz. Samstag ging es weiter, Sonntag folgte die Generalprobe – und am späten Nachmittag die Aufführung.

Würdigung zum 55-jährigen Bestehen

Dennoch war das Musicalprojekt für alle eine sehr intensive Erfahrung. Umso mehr freute sich Stefanie Schrader aus dem Kirchenvorstand, dass so viele Zuschauer „Schwein gehabt“ erleben wollten. „Alle haben geprobt, was das Zeug hält, aber auch zusammen gespielt und gegessen. Das Ergebnis kann sich wirklich sehen und hören lassen“, sagte sie. Damit die Zuschauer sich voll und ganz aufs Musical einlassen und beim titelgebenden Schlusslied kräftig mitsingen konnten, empfahl sie allen, ihre Handy zur Seite zu legen. „Keine Sorge, wir machen Fotos und Filmaufnahmen“, versicherte Schrader. In jedem Quartal würdigte man das 55-jährige Bestehen der Thomaskirche mit einem besonderen Event. Das Musical zum Abschluss der Reihe war zweifellos ein Highlight.

Von Ron Niebuhr

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