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Sassenburg Konzert mit dem Liedermacher Jürgen Werth
Gifhorn Sassenburg Konzert mit dem Liedermacher Jürgen Werth
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17:00 05.09.2019
„Nahaufnahme“: Liedermacher Jürgen Werth stellte in Neudorf-Platendorfs Freikirche mit einem lockeren Konzert sein neues Album vor. Quelle: Ron Niebuhr
Neudorf-Platendorf

Journalist, Buchautor, Unterstützer von Hilfsprojekten, Liedermacher – Jürgen Werth aus Wetzlar hält einiges auf Trab. In Neudorf-Platendorfs Freikirche gastierte er am Mittwochabend für ein Konzert. Dabei ließ er es sich nicht nehmen, zwischendurch aus seinem Leben zu erzählen.

„Wir haben heute Abend einen werten Gast hier: Jürgen Werth“, kündigte Lutz Walter den Musiker an. Der Gemeindeleiter freute sich sehr, dass Werth der Einladung nach Neudorf-Platendorf gefolgt war. Ein bisschen war es wohl auch Neugier, die ihn ins Moordorf lockte, denn „bisher hatte ich noch nie davon gehört. Ich wusste nicht, wo es liegt. Und auch niemand, den ich danach gefragt hatte“, erzählte er augenzwinkernd.

Werth unterstützt Hilfsprojekt im Westjordanland

Dabei ist er viel rumgekommen in der Welt. Im Westjordanland etwa ist er für das Hilfsprojekt Life Gate aktiv. Es ermöglicht Kindern und Jugendlichen mit geistiger oder körperlicher Behinderung am Leben teilzuhaben, die sonst mangels öffentlicher Fördermittel oft von der Außenwelt abgeschottet bleiben. „Das ist ein Stück weit auch Versöhnungsarbeit“, sagte Werth. „Denn es zeigt Israelis, dass auch Palästinenser Menschen sind – und umgekehrt.“

Letztlich aber sei es eher zweitrangig, was man in seinem Leben schon alles geleistet hat, sagte Werth. Wesentlich sei, „was man jetzt macht und was man künftig vorhat.“ Und all die Dinge aufzuzählen, die er irgendwann einmal vollbracht habe, gebe ihm bloß immer das Gefühl, „doch mindestens schon 80 Jahre alt zu sein – so viel ist das“, scherzte er. Großen Träumen laufe er im Ruhestand eh nicht mehr hinterher, er lebe mehr für den Moment: „Erstmal ist es einfach schön, hier zu sein“, sagte Werth.

Lieder, die das Leben schrieb

Möglich war das, weil der freikirchliche Gemeinderat den Wunsch hegte, mal wieder einen Konzertabend anzubieten. Und weil Werth „sofort zugesagt hat“, freute sich Gemeindeleiter Walter. So erlebten die Besucher einen Abend mit Liedern, die das Leben schrieb und die sich auf Werths aktuellem Album „Nahaufnahme“ finden. Dazwischen streute der Wetzlarer, der für noch richtig handgemachte, authentische Musik nur aus Gitarre und Gesang steht, ein paar Anekdoten ein von Urlaubern, die nur WLan brauchen, um glücklich zu sein, von Jugendlichen, die so gebannt auf ihr Smartphone starren, dass sie das wahre Leben an sich vorbeiziehen lassen, von seinem Lieblingsbuch „Hallo, Mister Gott, hier spricht Anna“ und von unerwarteten Pannenhelfern wegen denen, „ich mir nicht mehr sicher bin, ob Engel nicht ab und zu auch mal rauchen.“

Album „Nahaufnahme“ schnell vergriffen

Wer Werths Album „Nahaufnahme“ direkt vor Ort kaufen wollte, musste schnell zugreifen: „Es ist mir etwas peinlich. Ich habe nur drei CDs dabei“, sagte er. Am Vorabend in Neustadt am Rübenberge gingen alle bis auf eine CD weg. „Zwei habe ich heute Vormittag in einer Buchhandlung in Fallersleben gefunden. Mehr gab es da auf die Schnelle leider nicht“, empfahl Werth den Besuchern, sich doch bitte mehr auf die ebenfalls mitgebrachten Bücher zu konzentrieren und die CDs über die Buchhandlung bei Interesse selbst zu bestellen.

Von Ron Niebuhr

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