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Sassenburg Fridays-for-Future-Aktivisten packen bei Naturschutz-Aktion im Moor mit an
Gifhorn Sassenburg Fridays-for-Future-Aktivisten packen bei Naturschutz-Aktion im Moor mit an
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16:30 04.10.2019
Aktion im Großen Moor: Naturschutzbund und Fridays-for-Future-Bewegung trafen sich jüngst zum Entkusseln bei Neudorf-Platendorf. Quelle: Chris Niebuhr
Neudorf-Platendorf

Große Aktion im Moor von Naturschutzbund (Nabu) und Fridays for Future: Gemeinsam riefen beide Gruppen kürzlich dazu auf, im Großen Moor bei Neudorf-Platendorf Flächen zu entkusseln. Bäume wie Birken und Kiefern werden dabei entfernt, denn sie entziehen dem Moor zusätzliches Wasser. Ist das Moor zu trocken, verrottet es und verschwindet auch ohne das Abtorfen.

Der Hintergrund dabei ist der Klimaschutzgedanke: Im Torf ist Kohlenstoff gespeichert; wenn sich das Material zersetzt, wird dieser in die Atmosphäre abgegeben. Und andersherum, wenn das Moor feucht genug ist, nehmen die Torfmoose Kohlenstoff aus der Atmosphäre auf. Ziel müsse es daher sein, möglichst viel Wasser im Moor zu halten, erläuterte René Hertwig, Projektleiter Großes Moor beim Nabu.

20 Helfer beteiligen sich

Der Naturschutzbund veranstaltet daher immer wiederEntkusselungsaktionen, um das Moor von Bäumen zu befreien. Die jüngste Aktion war als Gemeinschaftsprojekt angelegt für Anhänger der Fridays-for-Future-Bewegung und ehemalige Bundesfreiwilligendienstleister und Absolventen eines freiwilligen ökologischen Jahres beim Nabu. Mit den beiden Gruppen machte sich Hertwig ans Werk. Insgesamt waren es um die 20 Helfer, die Fridays-for-Future-Bewegung war zeitgleich noch bei einer weiteren anderen Aktion mit Mitgliedern aktiv.

Im Großen Moor bei Neudorf-Platendorf wird derzeit auch noch Torf abgebaut. Noch gibt es Entwässerungsgräben. „Die Abtorfung ist aber in fünf bis zehn Jahren beendet, dann werden die Gräben geschlossen und das Moor großflächig verwässert", sagte Hertwig. Bis es soweit sei, gelte es zumindest durch Entkusseln Bäume zu entfernen, um möglichst viel Wasser im Moor zu halten. Der Nabu habe als Projekte dort das Entkusseln, die spätere Wiederverwässerungund das Vermehren von Torfmoosen auf der Agenda.

2017 war ein gutes Jahr für das Große Moor

Eine Rolle für den Zustand des Moores und seinen Beitrag zum Klima spielt dabei auchdie Wetterlage. Sowohl das Jahr 2019 als auch das Jahr 2018 sind zu niederschlagsarm und warm gewesen. Das letzte für das Moor gute Jahr war das Jahr 2017. Derzeit sind die Flächen somit ohnehin in keinem optimalen Zustand. Umso wichtiger ist es, wasserraubende Pflanzen davon zu entfernen wie in der Entkusselungsaktion von Nabu und Fridays for Future.

Von Chris Niebuhr

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