Lärmschutzgutachten bremst Baustart aus
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Sassenburg Lärmschutzgutachten bremst Baustart aus
Gifhorn Sassenburg Lärmschutzgutachten bremst Baustart aus
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18:00 19.07.2018
Bahnhof Triangel: Wegen eines Lärmschutzgutachtens verzögert sich die Verlegung und der Bau eines Park-and-Ride-Fläche.
Bahnhof Triangel: Wegen eines Lärmschutzgutachtens verzögert sich die Verlegung und der Bau eines Park-and-Ride-Fläche. Quelle: Sebastian Preuss
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Triangel

Ein Lärmschutzgutachten verzögert das ursprünglich für dieses Jahr vorgesehene Projekt, den Triangeler Bahnhof zu verlegen und mit einer Park-and-Ride-Fläche und Buswendeschleife zu ergänzen (AZ berichtete). „Es gab eine Änderung der Planfeststellungsrichtlinie“, nennt Egbert Meyer-Lovis, Pressesprecher der Deutschen Bahn, den Grund für diese Verzögerung.

Danach muss anhand der aktuellen Prämissen der Allgemeinen Verwaltungsvorschrift zum Schutz gegen Baulärm bereits vor Baubeginn das Gutachten erstellt werden.

Gutachten soll Anwohner der Baustelle vor Belästigung schützen

„Dieses Lärmschutzgutachten dient dem Schutz der Anwohner während der Bauzeit“, erklärt Meyer-Lovis. Es ist bereits erstellt und liegt dem Eisenbahnbundesamt als zuständiger Behörde zusammen mit der Planfeststellungsunterlage vor. Die Kosten von 5000 Euro für das Gutachten werden den allgemeinen Projektkosten zugeschlagen.

Der Bahnsprecher geht auf Nachfrage der AZ auf Details ein: „Für die jeweiligen Bautätigkeiten beziehungsweise eingesetzten Baumaschinen gibt es entsprechend anzusetzende Lärmpegel.“ Also: Ein Presslufthammer wird anders bewertet als ein Vibrationsstampfer oder ein Betonmischer mit Dieselmotor.

Exakte Zeitpläne zu nennen verkneift sich die Bahn

Nun muss das Eisenbahnbundesamt die Planfeststellung bescheiden, anschließend wird die Bahn die Details der Verlegung des Triangeler Bahnhofs in Richtung Einkaufszentrum planen – exakte Zeitpläne kann Bahn-Pressesprecher Meyer-Lovis nicht nennen.

Die Fördermittel des Landes in Höhe 800.000 Euro werden durch die Verzögerung nicht in Frage gestellt, Gemeindebürgermeister Volker Arms rechnet mit einer Verzögerung von insgesamt ungefähr eineinhalb Jahren.

Von Thorsten Behrens und Christina Rudert