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Sassenburg Darum stehen 30 Kinder auf der Warteliste
Gifhorn Sassenburg Darum stehen 30 Kinder auf der Warteliste
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14:03 23.11.2019
Angespannte Lage: In der Kinderbetreuung hat die Gemeinde Sassenburg weiterhin mit personellen Problemen zu kämpfen. Quelle: Ron Niebuhr (Archiv)
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Westerbeck

Haushaltsberatungen standen für den Familien-, Sport- und Kulturausschuss der Gemeinde Sassenburg jetzt auf dem Programm. Eltern wiesen zudem auf die angespannte Lage in der Kinderbetreuung hin. Es fehlen Plätze. Gemeinsam mit dem Ausschuss suchten sie nach Lösungen.

Fachbereichsleiter Dirk Behrens skizzierte die Situation. Demnach stehen derzeit 30 Kinder auf der Warteliste für einen Betreuungsplatz: zwei für die Awo-Krippe in Westerbeck, fünf für die Awo-Krippe in Triangel, sechs für die Thomaskrippe in Neudorf-Platendorf, acht für den Thomaskindergarten in Neudorf-Platendorf sowie neun für den Awo-Hort in Grußendorf. Der Platzmangel ist weniger eine Frage von Räumen, sondern viel mehr personellen Problemen geschuldet: „Wir finden einfach keine geeigneten Fachkräfte. Der Arbeitsmarkt ist leer gefegt“, sagte Behrens. Nicht einmal Ersatz für längerfristige Ausfälle sei vorhanden.

Eltern wollen endlich Abhilfe

Die aus Grußendorf und Stüde zur Sitzung des Fachausschusses nach Westerbeck gekommenen Eltern verliehen ihrem Wunsch nach Abhilfe Ausdruck. Ihr Vorschlag: Hortplatz-Sharing – sprich zwei oder mehr Kinder teilen sich einen Platz je nach dem, an welchen Tagen die Eltern Betreuungsbedarf sehen. Auf einen Versuch wolle man es dabei ankommen lassen, sagte Behrens: „Mal sehen, wie das klappt.“ Grundsätzlich sei man für alle Ideen offen, die zur Entspannung der Betreuungssituation beitragen können. Schwierig umsetzbar dürfte allerdings der Vorschlag von Eltern sein, bevorzugt Erst- bis Drittklässler in den Hort aufzunehmen, weil Viertklässler in aller Regel alt genug seien, um schon mal ein paar Stunden allein zu Hause zu sein.

In Grußendorf bald drei Hortgruppen?

Ab Sommer 2020 braucht man in Grußendorf wohl drei Hortgruppen. Auch in Neudorf-Platendorf steige die Nachfrage, sagte Behrens. Ab 2025 sei damit zu rechnen, dass Grundschulen ein Ganztagsangebot vorhalten müssen. Dass es in Grußendorfs Hermann-Löns-Schule nicht ohne bauliche Maßnahmen gelingt, sei unbestritten. „Da gibt es bisher ja noch nicht einmal eine Mensa“, sagte er. Rainer Knop (SPD) beantragte, im kommenden Haushaltsjahr 150.000 Euro vorzusehen, um gegebenenfalls geeignete Maßnahmen zur Verbesserung der Hortsituation in Grußendorf ergreifen zu können. Der Ausschuss folgte dem Antrag mit drei Ja, zwei Nein und zwei Enthaltungen denkbar knapp.

Haushalt: Zuschüsse für Vereine

In der Haushaltsberatung standen unter anderem die Zuschüsse an die Vereine zur Diskussion. Claudia Böer (BIG) regte an, sich von den Empfängern die finanzielle Sitiuation darlegen zu lassen, ehe man Unterstützung gewährt. Behrens erklärte, dass man sich bei den Zuschüssen ohnehin „im unteren Bereich“ bewege. Zudem nutzten Vereine wie die Kulturschmiede die Finanzhilfe der Gemeinde, um Planungssicherheit für größere Events zu haben. Man weiß ja nie mit absoluter Gewissheit, wie gut sie laufen. Der Ausschuss empfahl mit sechs Ja und einer Enthaltung, Zuschüsse wie üblich auszuzahlen.

So steht es um die Budgets für Kitas

Die Budgets für Kitas und Krippen sowie die Jugendarbeit segnete der Ausschuss ebenfalls ab. Die Kosten für eigenes Kita-Personal und Zahlungen an die Träger bezifferte Behrens mit 2,28 Millionen Euro pro Jahr (Stand: 2018). Beantragt habe man 185 000 Euro aus dem in Folge der Beitragsfreiheit eingerichteten Härtefallfonds des Landes. Der sei allerdings völlig überzeichnet. „Wir kriegen wohl höchstens einen Bruchteil davon“, vermutete Behrens.

So steht es um die Sportförderung

Im Bereich der Sportförderung ist 2020 unter anderem geplant, den Neudorf-Platendorfer Schützenverein mit 10 800 Euro bei der Anschaffung einer elektronischen Anlage zur Trefferauswertung im Luftgewehrstand zu unterstützen. Die Vorhaben des SV Triangel, den ehemaligen Jugendtreff umzubauen und eine Spielfläche für Kinder anzulegen, erachtete der Ausschuss nach intensiver Beratung mit fünf Nein-Stimmen und zwei Enthaltungen für nicht förderfähig. Denn beide Projekte hätten nicht unmittelbar etwas mit dem Sportbetrieb zu tun.

Von Ron Niebuhr

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