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Sassenburg Jägerschaft baut Schießstand umweltgerecht aus
Gifhorn Sassenburg Jägerschaft baut Schießstand umweltgerecht aus
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00:22 25.05.2019
Imposanter Blick: Der Westerbecker Schießstand der Jägerschaft wurde für rund 300.000 Euro umweltgerecht ausgebaut. Quelle: Thorsten Behrens
Westerbeck

8000 Quadratmeter Folie hat die Jägerschaft auf dem Wall der Schießanlage Westerbeck verlegt – damit das Grundwasser nicht durch Bleischrote belastet wird. Rund 300.000 Euro hat das gekostet. Jetzt wurde die Anlage offiziell wieder in Betrieb genommen.

Schon 2006 wurde der 19 Meter hohe Wall auf der Anlage errichtet, damit beim Tontaubenschießen kein Blei in den Wald fliegt. Und schon damals hätte eigentlich die Folie angebracht werden sollen – die Technik war aber noch nicht so weit, erklärte Ernst-Dieter Meinecke, Vorsitzender der Gifhorner Jägerschaft, deren 1800 Mitglieder gemeinsam mit 1200 weiteren Jägern aus Wolfsburg und dem Landkreis Helmstedt die Schießanlage in Westerbeck nutzen.

2000 Quadratmeter Verschnitt

Bereits im September starteten die Arbeiten, rund 100 Helfer befreiten damals den Wall von Geschoss- und Tontaubenresten. Dann wurde die Folie verschweißt, bis zu 38 Meter lang die einzelnen Bahnen, 2000 Quadratmeter Verschnitt fielen wegen der Form des Walls an.

Eine Folie soll verhindern, dass Bleischrote ins Grundwasser geraten: Für 300.000 Euro hat die Jägerschaft den Schießstand in Westerbeck ausgebaut. Jetzt wurde die Anlage offiziell wieder in Betrieb genommen.

Im Rahmen des Umbaus entstand auch ein 3,50 Meter breiter Asphaltweg am Fuße des Walls, auf den jetzt die Geschoss- und Tontaubenreste von der Folie rutschen. Außerdem wurde eine Entwässerung mit Kontrollschächten und Sickermulde geschaffen. Die Wasserbehörde des Landkreises überwacht den umweltverträglichen Betrieb, betonte Jürgen Voss, Ingenieur und Schießstandsachverständiger.

Jagdhorngruppe spielt auf

Ihm zufolge ist der Schießstand in Westerbeck einer von 24 in Niedersachsen, die von der Landesjägerschaft gefördert werden. Rund 300.000 Euro hat der Umbau gekostet, zehn Prozent davon hat der Landkreis Gifhorn übernommen. „Nicht nur wegen des Umweltschutzes, sondern auch, weil Jäger schussfest sein müssen – und dafür muss trainiert werden“, so Landrat Dr. Andreas Ebel während der Einweihung, zu der auch eine Eiche gepflanzt wurde und die Jagdhorngruppe Boldecker Land unter Leitung von Peter Müller aufspielte.

80 Jungjäger in Ausbildung im Jahr

130.000 Euro für die Finanzierung des Ausbaus stammen übrigens vom Land aus der Jagdabgabe, den Rest hat die Jägerschaft selbst beigetragen – seit fünf Jahren wurde gespart.

Auf dem Schießstand werden jährlich rund 80 Jungjäger ausgebildet, sämtliche Schießdisziplinen für den Jagdschein können hier geschossen werden.

Von Thorsten Behrens

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