In Sassenburgs Grundschulen ist die Digitalisierung weit fortgeschritten
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Gifhorn Sassenburg

In Sassenburgs Grundschulen ist die Digitalisierung weit fortgeschritten

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07:00 27.02.2021
Das Medienkonzept steht: Für die Sassenburger Grundschulen – hier die Findorff-Schule – geht es jetzt um Fördermittel.
Das Medienkonzept steht: Für die Sassenburger Grundschulen – hier die Findorff-Schule – geht es jetzt um Fördermittel. Quelle: Sebastian Preuß
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Der Haushaltsplan stand im Mittelpunkt des Sassenburger Schulausschusses am Donnerstagabend – natürlich mit Blick auf die Corona-Pandemie und die Digitalisierung. Das Gremium tagte im Stüder Bürgerhaus.

Einleitend zu den Haushaltsberatungen verwies Fachbereichsleiter Dirk Behrens darauf, wie viel die Grundschulen in der nunmehr ein Jahr währenden Pandemie zu leisten hatten. Hygieneauflagen waren umzusetzen, die sich vor allem in der Anfangsphase immer wieder veränderten. „Das war und ist eine Bärenarbeit“, sagte Behrens.

Unterstützung lief auf dem kleinen Dienstweg

In der schwierigen Situation konnten und können die Schulen aber auf Unterstützung aus der Gemeindeverwaltung zählen. So habe man zügig über Förderprogramme zur Soforthilfe Mund-Nase-Masken, Plexiglastrennwände und Desinfektionsmittelspender beschafft und verteilt. „Wir haben den Schulen alles bewilligt, was nicht völlig abwegig war“, sagte Behrens. Andrea Rüther, Leiterin der Findorffschule, bestätigte das: „Wir sind auf dem kleinen Dienstweg sehr gut unterstützt worden.“

Das durch Corona übliche Homeschooling veranlasste die Grundschulen, ihre Medienkonzepte weiterzuentwickeln. Die Findorff- und die Hermann-Löns-Schule haben es bereits fertiggestellt. Man prüfe jetzt, inwieweit die angedachten Maßnahmen förderfähig sind. Grundsätzlich sei man bei der Digitalisierung aber bereits vor Corona „auf einem guten Level“ gewesen. „Daher konnten wir jetzt etwas entspannter an die Sache herangehen“, erklärte Behrens.

Neue Hardware mit einer vereinfachten Systembetreuung ist das Ziel

Es gehe im wesentlichen um Optimierung. So stelle man in Kooperation mit dem IT-Verbund des Landkreises alle drei Grundschulen auf neue Hardware um, die mit einer vereinfachten Systembetreuung auskommt. Benötigt würden zudem Conference-Cams. Auch hier kläre man, wie es um die Förderfähigkeit stehe, sagte Behrens. Im Haushaltsplan hofft die Gemeinde auf Mittel aus dem Digitalpakt: je 18 000 Euro für Hermann-Löns- und Findorffschule sowie 10 000 Euro fürs Bunte Dreieck.

Die Medienkonzepte sind so erstellt, dass die digitale Ausstattung auch nach der Pandemie von großem Nutzen für die Schulen ist. Man wolle die Medientechnik in den Unterrichtsalltag sinnvoll integrieren, versicherte Rüther. Zunächst in Mathematik, Deutsch und Sachkunde. „Wir schaffen nur an, was wir auch wirklich brauchen“, sagte sie. Anders als große Firmen haben die Grundschulen keine eigenen IT-Abteilungen, mussten sich selbst schlau machen, welche Geräte am besten geeignet sind, um etwa mit allen Klassen Videokonferenzen direkt aus dem Unterricht machen zu können. Zudem waren Fragen des Datenschutzes zu klären.

Die Wünsche aus Grußendorfs und Neudorf-Platendorfs Schule werden berücksichtigt

Gegen die Wünsche der Grundschulen hatte der Ausschuss keine Einwände. Grußendorfs Hermann-Löns-Schule möchte unter anderem höhenverstellbares Mobiliar (6000 Euro) haben, zudem eine Digitaltafel für den ehemaligen Hortraum, Büromöbel für Sekretariat und Schulleitung (6000 Euro) und Mobiliar, um in der Pausenhalle neue Lernorte zu schaffen (4000 Euro). Neudorf-Platendorfs Findorffschule wünscht sich zum Beispiel Archivschränke, Garderoben mit Sitzbänken (7500 Euro) und weiteres Mobiliar (7100 Euro). Westerbecks Grundschule im Bunten Dreieck brachte keine zur Beratung im Schulausschuss relevanten Wünsche vor.

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Von Ron Niebuhr