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Sassenburg Hin und Her um Urnenbestattung
Gifhorn Sassenburg Hin und Her um Urnenbestattung
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17:00 18.04.2019
Der Westerbecker Friedhof: Mit der Aufnahme weiterer Bestattungsformen geht es derzeit nicht wirklich voran. Quelle: Sebastian Preuß
Westerbeck

Die Ortsratsmitglieder befassten sich unter anderem mit dem Friedhofswesen – und hier war es eine von der BIG angeregte neue Form der Urnenbestattung, die für Diskussionen unter den Lokalpolitikern sorgte. Laut BIG-Vorschlag sollten in Westerbeck jeweils sechs bis zehn Urnengräber unter einem Baum entstehen, die Namen sollen auf einer Granitplatte stehen.

BIG stellt Rechnung vor

Andreas Kautzsch (BIG) rechnete vor, dass der Platz auf dem Friedhof auf lange Sicht für diese Variante reichen würde. „Gehen wir von bis zu 30 Bestattungen im Jahr in Westerbeck aus. Die Hälfte sind Urnenbestattungen der verschiedenen Varianten. Dann haben wir einen Bedarf von acht bis zehn Grabstellen auf einer Sammelfläche, also einen Baum pro Jahr. Wir haben also Platz ohne Ende“, sagte er.

Einheitliche Satzung für Friedhöfe

Und eigentlich hatte der Ortsrat bereits während seiner Sitzung im Oktober den Antrag der BIG beschlossen, diese Urnensammelgräber einzurichten. Jetzt aber gab es eine Vorlage der Verwaltung der Gemeinde Sassenburg mit insgesamt vier Varianten, über welche der Ortsrat abstimmen sollte, denn die Verwaltung möchte eine einheitliche Satzung für alle Friedhöfe in der Sassenburg.

Der Ortsrat ruderte zurück und kippte seinen alten Beschluss, nahm aber auch die neue Verwaltungsvorlage nicht an, sondern will sich jetzt erst einmal auf anderen Friedhöfen Urnensammelgräber ansehen. Kautzsch: „Wir treten auf der Stelle. Da auch noch die Friedhofssatzung geändert werden muss, ist kaum noch mit einer Umsetzung in diesem Jahr zu rechnen.“

Ärger um Lautsprecheranlage

Zudem sorgte die Anschaffung einer neuen Lautsprecheranlage durch die Verwaltung der Gemeinde Sassenburg für die Westerbecker Friedhofskapelle für Unmut. Hintergrund: Der Ortsrat hatte in voriger Sitzung einen Beschluss gefasst, mit welchem die Verwaltung beauftragt wurde, die Kosten für eine solche Anlage zu ermitteln. Mit dieser Kostenermittlung wollte der Ortsrat über einen Kauf aus dem Ortsratsbudget und über Spenden entscheiden. Nun allerdings informierte Rainer Knop (SPD) den Ortsrat darüber, dass bereits Ende 2018 eine neue Anlage von der Verwaltung angeschafft worden sei – die aber bei einer Beerdigung bereits zweimal versagt habe.

Stellungnahme eingefordert

„Ich wusste nichts davon, dass wir eine neue Anlage haben“, zeigte sich Ortsbürgermeisterin Annette Merz überrascht. Kautzsch formulierte es gewohnt drastisch: „Das haut mich vom Hocker. Die Verwaltung setzt sich über Beschlüsse des Ortsrates hinweg. Es gab den klaren Auftrag, nur die Kosten zu ermitteln. Stattdessen wurde eine Anlage gekauft, und die funktioniert noch nicht einmal.“ Waldemar Bartels (CDU) stellte den Antrag, von der Verwaltung eine umfassende Stellungnahme anzufordern, warum sich über den Ortsratsbeschluss hinweg gesetzt wurde.

Von Thorsten Behrens

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