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Sassenburg Investor für das Ärztehaus ist abgesprungen
Gifhorn Sassenburg Investor für das Ärztehaus ist abgesprungen
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18:00 06.09.2019
Was nun? Der Investor fürs Ärztehaus ist abgesprungen, jetzt möchte Grußendorfs Ortsrat das Dorfgemeinschaftshaus als Treffpunkt und Bleibe der Vereine erhalten. Quelle: Ron Niebuhr
Grußendorf

Was soll aus dem Dorfgemeinschaftshaus werden? Und soll das Ehrenmal auf Wunsch der Kirche zum Friedhof versetzt werden? Mit diesen Fragen beschäftigte sich Grußendorfs Ortsrat um Ortsbürgermeister Peter Schillberg in seiner Sitzung am Donnerstagabend.

Ein Ärztehaus sollte in die zuletzt als Dorfgemeinschaftshaus genutzte Alte Schule am Birkenweg einziehen. Daraus allerdings wird wohl nichts mehr. „Die Verträge waren unterschriftsreif“, berichtete Schillberg. Der Investor sei dann leider abgesprungen, weil sich der Verkauf durch eine Prüfung der zwischenzeitlich eingeschalteten Kommunalaufsicht zu lange hinauszögerte, weil die Instandsetzungskosten mit mehr als einer Million Euro sehr hoch ausfielen und weil „im Internet und auch im Dorf teils üble Gerüchte die Runde machen“, sagte Schillberg. Das sei sehr bedauerlich, denn „das Projekt hätte unsere Ärzteversorgung für Jahrzehnte gesichert.“

Für Vereine erhalten

Grußendorfs Ortsbürgermeister stellte klar, dass es mit ihm keine öffentliche Vermarktung des Gebäudes geben werde. „Ich will niemand schlecht machen, aber meistens steckt doch eh nur Profitgier dahinter“, sagte er. Stattdessen sollte man die Alte Schule fürs Dorf als Treffpunkt erhalten, den Vereinen – allen voran dem DRK – weiterhin eine Bleibe bieten. Für die kommende Saison seien daher im Haushaltsplan der Gemeinde 350.000 Euro vorzusehen, um das Gebäude so weit in Schuss zu bringen, dass es wieder „vernünftig nutzbar“ ist. Dabei gehe es zunächst um Sanitäranlagen, Heizung, Küche und Außenanstrich, sagte Schillberg.

350.000 Euro für Sanierung

Jörg Heuer (SPD) erschien die geforderte Summe zu hoch, denn: „Es ist doch eh geplant, ein neues Dorfgemeinschaftshaus zu bauen, sobald das Feuerwehrhaus fertig ist.“ Es sei ein Konzept nötig, dass die zu erwartenden Kosten klar beziffert. 100.000 Euro sollten aber zunächst ausreichen, um das alte Dorfgemeinschaftshaus nutzbar zu halten. Daniel Dettmer (CDU) bezweifelte das: „100.000 Euro reichen dafür hinten und vorne nicht.“ Schließlich müsse man das DGH für wenigstens sieben Jahre erhalten.

Schillberg wiederum hielt den Bau eines neuen Dorfgemeinschaftshauses wegen der Vielzahl laufender und geplanter Projekte in der Gemeinde für eher unwahrscheinlich. „Vielleicht ist es besser, das alte Dorfgemeinschaftshaus so zu sanieren, dass es uns allen zusagt“, sagte er. Letztlich empfahl der Ortsrat mit drei zu eins Stimmen, in den Haushaltsplan der Gemeinde fürs Jahr 2020 eine Summe von 350.000 Euro einzustellen.

Keine Kriegstoten begraben

Die Kirchengemeinde Zum Guten Hirten möchte das derzeit noch am Dorfgemeinschaftshaus stehende Ehrenmal an den Friedhof versetzen. Und zwar im Zuge der ohnehin angestrebten Neugestaltung des Friedhofes. Ortsbürgermeister Schillberg sah darin kein Problem: „Mir ist das wurscht.“ Und Dettmer trat vorsorglich aufgekommenen Gerüchten entgegen: „Das ist nur ein Denkmal. Darunter liegen keine Kriegstoten begraben.“ Am Friedhof sei das Ehrenmal besser aufgehoben, denn „bisher stehen wir doch eh nur einmal im Jahr zum Volkstrauertag mit zehn Leuten davor“, sagte er. Zum Friedhof kämen gewiss mehr Besucher. Der Ortsrat stimmte geschlossen für die Versetzung der Ehrenmals.

Von Ron Niebuhr

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