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Sassenburg Geschwister treffen Kanzlerin und Bundespräsidenten
Gifhorn Sassenburg Geschwister treffen Kanzlerin und Bundespräsidenten
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19:00 27.05.2019
Erlebnis der besonderen Art: Die Gifhorner Flüchtlinge Sara (v.r.) und ihr Bruder Nasir Sriwel trafen in Berlin auf Bundeskanzlerin Angela Merkel und den Bundespräsidenten Frank-Walter Steinmeier. Quelle: privat
Sassenburg/Berlin

Das war ein Erlebnis, von dem Sara Sriwel noch lange erzählen wird. Gemeinsam mit ihrem Bruder Nasir (21) war die 19-Jährige am Wochenende in Berlin – und traf dort auf Bundeskanzlerin Angela Merkel und Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier.

Das war ein Erlebnis der besonderen Art: Die Gifhorner Flüchtlinge Sara und ihr Bruder Nasir Sriwel trafen in Berlin auf Bundeskanzlerin Angela Merkel und den Bundespräsidenten Frank-Walter Steinmeier.

Die Schüler der IGS Sassenburg waren am Wochenende zum Festakt „70 Jahre Grundgesetz“ im Berliner Schloss Bellevue eingeladen. Gemeinsam mit der Kanzlerin sowie weiteren jungen Leuten und einer Pakistani saßen die Gifhorner Flüchtlinge an einer Kaffeetafel. „Wir haben das erste Mal in einem Hotel geschlafen. Und abends hat uns die Tochter einer Präsidialmitarbeiterin Berlin gezeigt“, sagt die 19-Jährige. „Das war ganz toll, überall im Fernsehen in den Nachrichten waren Sara und Nasir zu sehen“, erzählt Ina Jünemann, didaktische Leiterin der IGS, die Sara vom ersten Tag an betreut hat.

Integration und Kopftücher

Themen an der Kaffeetafel seien Integration und die Debatte über Kopftücher gewesen. Und die Idee des interkulturellen Stammtisches, der regelmäßig im Gifhorner Mehrgenerationenhaus stattfindet. Diese Idee würde das Geschwisterpaar gerne überall in Deutschland etablieren. Den Stammtisch besuchen auch Nasir und Sara Sriwel. Dort haben sie schon Vorträge über ihre Flucht aus Syrien gehalten, ebenso wie in der IGS.

Aktiv an der Gesellschaft beteiligen

Dort wurden nach ihrer Ankunft viele Fragen gestellt – die zeigten, dass viele Menschen über Flüchtlinge und Syrien nicht viel wissen. „Daher die Vorträge. Uns wurde dann der Vorschlag gemacht, uns beim Bundespräsidialamt zu bewerben, um zu zeigen, dass es nicht nur schlechte Flüchtlinge gibt, sondern auch Flüchtlinge, die sich aktiv an der Gesellschaft beteiligen und sich integrieren wollen“, erzählt Sara in einwandfreiem Deutsch.

Flucht mit Dem Schlauchboot

Vor rund drei Jahren war ihre Familie aus Syrien geflohen – durch die Türkei, mit einem Schlauchboot weiter nach Griechenland und dann bis nach Deutschland. „Wir haben in Syrien fast alles verloren – bis auf unsere Träume. Die wollen wir jetzt in Deutschland verwirklichen. Dazu brauchen wir die Menschen hier“, erzählt die junge Syrerin, die derzeit die elfte Klasse besucht und ihr Abitur anstrebt.

Von Thorsten Behrens

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