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Sassenburg Kartoffeln und Nägel lassen LEDs leuchten
Gifhorn Sassenburg Kartoffeln und Nägel lassen LEDs leuchten
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15:00 07.08.2019
Kleine Naturwissenschaftler: Im Ferienspaß der Sassenburger Jugendförderung experimentierten 20 Kinder munter drauflos. Quelle: Foto: Ron Niebuhr
Westerbeck

Wie viel Spaß in oft so drögen Naturwissenschaften wie Physik und Chemie steckt, erlebten 20 Kinder im Sassenburger Ferienprogramm. Die Mädchen und Jungen experimentierten gemeinsam mit dem Team der Jugendförderung munter drauflos.

Dafür verwandelte sich die Alte Mensa an der IGS Sassenburg kurzerhand in ein Versuchslabor. Das Betreuerteam bestehend aus Franziska Heinze, Melina Schachel, Anna Schmidt, Annika von Nordheim und Dietmar Heidrich hatte Stationen mit unterschiedlichen physikalischen und chemischen Experimenten vorbereitet. Kleine Gruppen von jeweils zwei oder drei Kindern steuerten sie reihum an. So konnten sie alles einmal ausprobieren.

Wie Sand und Pastillen zu Feuerschlangen werden

Anna Schmidt beschwor mit dem Nachwuchs draußen die Feuerschlange des Pharaos – aus Vogelsand, Halspastillen und Brennspiritus. In eine Aluschale füllten die Kinder Sand, in den sie die Pastillen leicht hinein drückten. Spiritus drüber und anzünden: „Das mache ich lieber. Sicher ist sicher“, sagte Schmidt. Wie von Zauberhand verwandelten sich Sand und Pastillen im Feuer zu einer schwarzen Wurst. Oder mit etwas Fantasie zu einer Schlange. Je mehr Pastillen man nehme, umso länger werde sie, „aber wir übertreiben es lieber nicht. Wir wollen ja keinen Feueralarm auslösen“, sagte Schmidt.

Warum ein Luftballon auf vielen Reißzwecken nicht platzt

Von Annika von Nordheim lernten die Kinder, dass ein Luftballon nicht unbedingt zerplatzt, wenn er auf Reißzwecken fällt. Eine einzelne zersticht die Hülle im Nu, mehrere können ihr nichts anhaben, weil sich der Druck besser verteilt. Franziska Heinze ließ die Kinder derweil herausfinden, wie sie eine Münze aus dem Wasser kriegen, ohne nasse Finger zu bekommen. Einzige Hilfsmittel: ein Korken, ein Glas und ein paar Zündhölzer. „Die meisten schaffen es ziemlich schnell“, staunte Heinze. Streichhölzer in den Korken stecken, ins Wasser stellen und anzünden, Glas drüber. Im Glas entsteht ein Unterdruck, der das Wasser ansaugt. Schon liegt die Münze im Trockenen.

Aus Pflanzenöl, Wasser, Spülmaschinentabs und Lebensmittelfarbe bauten die Kinder bei Melina Schachel eine Lavalampe. Auch wie man eine Kerze mal anders auspustet, lernten sie von ihr: Gibt man Essig und Backpulver in eine Flasche, kommt es zu einer chemischen Reaktion, bei der Kohlendioxid entsteht. Das ist schwerer als Luft und lässt sich auf die Kerze gießen. Es verdrängt den Sauerstoff. Die Kerze erlischt.

Selbst gemachte Butter für die Baguettes

Dietmar Heidrich brachte mit drei Kartoffeln, drei Zinknägeln und drei Kupferstücken eine LED zum Leuchten. Und was vielleicht noch wichtiger war: Bei ihm stellten die Kinder selbst Butter her. Dafür füllten sie Sahne in Gläser und schüttelten sie so lange, bis die Sahne sich in Butter und Buttermilch trennte. „Die Butter streichen wir nachher auf Baguettes“, sagte Schmidt. Denn wer so viel tüftelt, muss die grauen Zellen auch mit Kraftstoff versorgen.

Von Ron Niebuhr

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