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Sassenburg Elisabeth Mwaka erhält das Bundesverdienstkreuz
Gifhorn Sassenburg Elisabeth Mwaka erhält das Bundesverdienstkreuz
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00:21 10.05.2019
Besondere Ehrung: Botschafter Dr. Albrecht Conze heftet Elisabeth Mwaka das Bundesverdienstkreuz an. Quelle: Karsten Wolpers
Neudorf-Platendorf/Butiru

Eine aus Deutschland angereiste Delegation des Freundeskreises Christliche Sozialarbeit, darunter der Neudorf-Platendorfer Karsten Wolpers, erlebte die feierliche Zeremonie.

Dr. Albrecht Conze, Deutscher Botschafter in Uganda, überreichte Mwaka das Bundesverdienstkreuz für ihre „herausragende soziale und wohltätige Arbeit“. So hat die seit 29 Jahren in Butiru lebende Mwaka inzwischen drei Hospitäler und mehr als 30 Schulen gebaut.

Seit Jahren setzt sich Elisabeth Mwaka unermüdlich für die Region um Butiru in Uganda ein. Jetzt erhielt sie dafür das Bundesverdienstkreuz. Der Freundeskreis Christliche Sozialarbeit aus dem Landkreis Gifhorn war dabei und sammelte viele Eindrücke aus dem afrikanischen Land.

Über 700 Waisen hat sie Patenschaften mit Deutschen vermittelt. Sie schafft Ausbildungsplätze und ermöglicht Existenzgründungen, bietet Gesundheitsvorsorge, Aidsberatung, Hilfe bei der Familienplanung und Seelsorge an. Zuletzt hat sie durch Spenden aus dem Landkreis Gifhorn Milchkühe für Hinterbliebene von Erdrutschopfern gekauft.

Weitere Milchkühe übergeben

Das Bundesverdienstkreuz für Mwaka war für den Freundeskreis sicherlich der Höhepunkt der Ugandareise. Daneben gewannen die Gifhorner vor Ort unzählige Eindrücke davon, wie viel Gutes sie mit ihrem Engagement bewirken.

Im Erdrutschgebiet, wo „eine Lawine aus Wasser, Schlamm und hausgroßen Felsen alles platt gemacht hat“, übergab die Delegation an Familien neun Milchkühe, die aus dem Erlös einer Benefiz-Aktion der Wahrenholzer Heidebäckerei Meyer gekauft wurden. „Es geht den Familien nun deutlich besser“, weiß Wolpers. Zuvor hatte man schon 16 anderen Familien Milchkühe über ein Benefizkonzert im Moordorf finanziert.

Drei Monate Bauzeit für Schule in den Bergen

Beeindruckend war für die Gäste aus Deutschland auch, wie in nur knapp drei Monaten Bauzeit eine neue Schule in den Bergen entstanden ist mit sechs Klassenräumen für 350 Kinder, Lehrerzimmer, Latrinen- und Küchenblock. „Die Dorfbewohner haben extra eine Straße dorthin gebaut und alles mit nur einem kleinen Lastwagen hochgebracht“, so Wolpers – wohl 150 bis 170 Touren. Dank einer 40.000 Euro-Spende an Mwaka war der Bau möglich. Der Freundeskreis weihte die Schule mit ein.

Heinrich-Müller-Bau eingeweiht

Zudem wurde in Butiru der Heinrich-Müller-Bau eingeweiht. Im von Heinrich Müller finanzierten und über eine Biogasanlage versorgten Gebäude können 300 junge Männer und einige Lehrer wohnen und mehrere Räume zum Unterrichten genutzt werden. In Luwa sind eine Berufsschule, Grundschule und Lehrerwohnungen fertig gestellt worden, finanziert durch die Stiftung Kinder in Afrika, die Bingo Umweltlotterie und Heinrich Müller. Der Freundeskreis verteilte dort Trikots der Bäckerei Meyer, Fußballschuhe und -bälle an ein Jungen- und ein Mädchenteam.

Erinnerung an Manfred Wardin

Zu guter Letzt ist in Buwakoro der Manfred-Wardin-Bau entstanden, ermöglicht durch Spenden, die bei der Beerdigung des Gründungsmitgliedes und langjährigen Vorsitzenden des Freundeskreises gesammelt wurden. Zum weiteren Gedenken an ihn wurde ein Baum gepflanzt. „In und um Butiru erinnert sich jeder an Manfred und seine Verdienste, nun trägt ein Schultrakt seinen Namen“, freut sich Wolpers.

Vortrag: Eindrücke aus Uganda

„Es gibt so viel zu erzählen“, sagte Karsten Wolpers über die jüngste Butiru-Reise des Freundeskreises Christliche Sozialarbeit in Uganda. Von der Zeremonie zur Verleihung des Bundesverdienstkreuzes an Elisabeth Mwaka und aktuell verwirklichte Projekte über den Verlust von Sicherheit und Komfort, überfüllte und überladene Busse in drückender Hitze, sechs Mann auf einem Moped im ohnehin chaotischem Straßenverkehr bis zum Gewusel aus Mensch und Tier zu dauernd dudelnder Musik auf den Marktplätzen. Einen Vortrag über 18 Tage in und um Butiru hält Karsten Wolpers am Donnerstag, 6. Juni, ab 19.30 Uhr in der Freikirche in Neudorf-Platendorf.

Von Ron Niebuhr

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