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Sassenburg Dank „Ab ins Beet!“ sind Marco Müller und André Bischoff jetzt Promis
Gifhorn Sassenburg Dank „Ab ins Beet!“ sind Marco Müller und André Bischoff jetzt Promis
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15:07 26.09.2019
„Ab ins Beet!": Der Grußendorfer Marco Müller (l.) und der Stüder André Bischoff wirken seit neun Jahren in der Vox-Doku-Soap mit. Quelle: Ron Niebuhr
Grußendorf/Stüde

Für Marco Müller und André Bischoff heißt es Saison für Saison „Ab ins Beet!“. In der Doku-Soap des TV-Senders Vox spielen der 45-jährige Grußendorfer und der 47-jährige Stüder seit nunmehr neun Jahren mit. Im Frühjahr startet die nächste Staffel, im Winter brütet Müller neue Ideen aus, die Bischoff fast immer mit Kopfschütteln quittiert.

Bierlaune oder Schnapsidee?

Aus einer Bierlaune heraus hätten sie sich vor neun Jahren für „Ab ins Beet!“ beworben, erzählt Müller. Prompt kassiert er Widerworte von Bischoff: „Von wegen Bierlaune! Eine Schnapsidee war das. Bei einer Bierlaune wäre ich ja dabei gewesen.“ Egal. Ändern lässt es sich eh nicht mehr, Bischoff hängt schon viel zu tief mit drin. Ob er nun wollte oder nicht.

Die aus Langeweile von Müller abgeschickteBewerbungs-E-Mail fand ein überraschend positives Echo bei der Produktionsfirma. „Da hat sich Marco die Hose mal wieder ganz schön vollgekackt. Und ich durfte zum Abwischen kommen“, erinnert sich Bischoff.

Publikumslieblinge

Anfangs rangierten beide in der Doku-Soap irgendwo unter ferner liefen. Nach und nach entwickelten sie sich zu Publikumslieblingen neben damals schon etablierten Kultgärtnern wie Claus Scholz, Ralf Dammasch und Detlef Steves. Kontakt zu den übrigen Darstellern haben sie kaum. Man kommentiert ab und zu mal auf Facebook, was die anderen so verzapfen. Oder man sieht sich bei Autogrammstunden. Das war es auch schon.

Apropos: „Wir haben jetzt eigene Autogrammkarten“, berichtet Müller. Ein paar Hundert gingen letztens bei einem Event in der Altmark weg, sind beide von ihrer Prominenz noch immer überrascht. „Viele waren nur wegen uns da“, staunen sie.

„Wo ist die Kamera?“

Mal eben unbeobachtet was im Baumarkt zu holen, ist auch nicht mehr drin. Zwei Säcke Zement auf den Rollwagen geladen, mit einem irgendwo dran lang geschrammt. Sack angerissen, Zementspur von der Baustoffabteilung bis zum Auto gezogen. Ärgerlich hoch zehn. Und was kam als erste Frage von Beobachtern: „Wo ist die Kamera?“

Beide gönnten sich erstmal eine Bratwurst. Auch die Verkäuferin in der Imbissbude erkannte Chicken George und den Bürgermeister sofort, war dann allerdings „herb enttäuscht, dass wir gar kein Paar sind. Dabei würden wir doch so gut zueinander passen“, berichtet Müller und schmunzelt. Dass Bischoff und Müller mitunter wirken wir ein altes Ehepaar, kommt wohl nicht von ungefähr, sind sie doch schon seit der fünften Klasse beste Kumpels.

Völlig abstruse Ideen

Manchmal allerdings beschleicht Bischoff das Gefühl, dass Müller die Penne nie wirklich abgeschlossen hat, vor allem wenn er mal wieder mit einer seiner völlig abstrusen Projektideen ums Eck kommt. „Ich habe es ihm schon 100 Mal gesagt: Wenn er mit mir irgendwelchen Blödsinn bauen will, bin ich weg“, sagt Bischoff. Gebracht hat es eher nicht so viel. Wie sonst ließen sich die Entenbadeanstalt, die Hühnereisenbahn oder auch der Räucherofen in Müllers Garten erklären? Der Ofen ist übrigens genau einmal in Betrieb gegangen. „Den haben wir gebaut, weil man Eier angeblich räuchern kann“, sagt Bischoff. Kann man auch, nur schmecken sie dann „total widerlich“.

Vier bis fünf Drehtage

Je nach Projekt schaut das Kamerateam für vier bis fünf Drehtage pro Saison vorbei. Gedreht wird, wenn kein Schnee liegt – und wenn Müller Cola im Getränkemarkt kauft: „Die merken das da sofort. Wann hole ich sonst schon mal Cola?“ Da Müller und Bischoff trotz ihrer Prominenz nach wie vor berufstätig sind, schaut das TV-Team vorzugsweise nach Feierabend vorbei. Die Herbst- und Wintermonate scheiden zum Drehen von vornherein aus. – Wer werkelt schon im Dunkeln oder gar bei Schnee im Garten herum? Auch kommen Chicken George und der Bürgermeister ohne Vorbereitung aus. Sie kriegen weder Texte, noch gibt es ein Skript. Müller wollte mal „für etwas mehr Action die Milben im Hühnerstall mit einer Nebelmaschine ausräuchern.“ Pustekuchen! Die Idee kam beim TV-Team gar nicht gut an. „Ab ins Beet!“ soll realistisch bleiben.

Start im Frühjahr

Die neue Staffel der Doku-Soap startet im Frühjahr und läuft dann bis zum Sommer. „Wann genau unsere Folgen ausgestrahlt werden, erfahren wir nicht“, sagt Müller. Und zum Inhalt müssen beide schweigen. Um die Spannung nicht zu zerstören. Aber auch weil „wir ja nicht wissen, welche Szenen es in die Staffel geschafft haben und was rausgeschnitten wurde“, erklärt Marco. Gedreht wurde jedenfalls wieder jede Menge. Und wer Müller und Bischoff schon mal im Garten in Aktion erlebt hat, ahnt eh worauf das hinausläuft und wie das ausgeht: Chaos und anders als geplant.

Von Ron Niebuhr

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