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Sassenburg Bodenschätzarbeiten für die Flurbereinigung laufen
Gifhorn Sassenburg Bodenschätzarbeiten für die Flurbereinigung laufen
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12:01 23.05.2019
Großes Moor: Im Rahmen des Flurbereinigungsverfahrens laufen derzeit die Bodenschätzungen.
Großes Moor: Im Rahmen des Flurbereinigungsverfahrens laufen derzeit die Bodenschätzungen. Quelle: Archiv
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Neudorf-Platendorf

Rund 260 Hektar landwirtschaftliche Nutzfläche wurden und werden noch überprüft. Dazu eingesetzt sind ein amtlicher landwirtschaftlicher Sachverständiger des Gifhorner Finanzamtes, ein von der Finanzverwaltung ehrenamtlicher Bodenschätzer mit Kenntnissen auf dem Gebiet der Landwirtschaft und der Bodenkunde sowie ein Vermessungstechniker.

Erkenntnisse zur Entwicklung

Spannende Funde hat es dabei nicht gegeben – wohl aber Erkenntnisse zur Entwicklung des Großen Moores in den vergangenen Jahrzehnten. Ein grundsätzlicher Unterschied zu anderen Gebieten besteht darin, dass es sich überwiegend nicht um mineralische Böden aus Sand, Lehm oder Ton sondern um organische Moorböden handelt, die stark durch Niederschlags- und Grundwasser geprägt sind, so eine Erkenntnis aus der aktuellen Untersuchung. Bei den Arbeiten war gegenüber den Aufzeichnungen vergangener Bodenschätzungen teilweise erkennbar, dass sich durch die landwirtschaftliche Nutzung über Jahre und Jahrzehnte die Mächtigkeit der Moorauflagen verringert hat. Weiterhin haben sich Bodenprofile durch den Torfabbau, durch Entwässerungsmaßnahmen oder das Tiefpflügen verändert. Dadurch sind zum Teil ehemalige Grünlandstandorte ackerfähig geworden, heißt es vom Gifhorner Finanzamt.

Letzte Arbeiten im Herbst

Die Ergebnisse der Bodenschätzungen sollten laut Amt für regionale Landesentwicklung (ArL) eigentlich im Sommer vorgelegt werden – wegen des vergangenen trockenen Sommers ist es aber zu Verzögerungen gekommen. Laut Finanzamt sollen die letzten Arbeiten im Gelände nun spätestens im Herbst abgeschlossen sein.

Unabhängig davon läuft bereits die Akquise, um ausreichend Tauschflächen zur Verfügung zu haben. Derzeit ist das nicht der Fall – allerdings im üblichen Rahmen beim derzeitigen Stand des Verfahrens, heißt es von Detlef Bruns vom Amt für regionale Landesentwicklung. Erst 2023 soll über den Umfang verwertbarer Ersatzflächen entschieden werden.

Von Thorsten Behrens