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Papenteich So geht es weiter mit dem Sandabbau
Gifhorn Papenteich So geht es weiter mit dem Sandabbau
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17:00 27.09.2019
Infoveranstaltung zum Sandabbau: Gerade in Wedesbüttel ist die Verunsicherung derzeit groß, durch Information der Bürger möchte Ratsherr Christian Rode aufklären. Quelle: Chris Niebuhr
Wedelheine/Wedesbüttel

DasThema Sandabbausorgt bei vielen Bürgern in der Gemeinde Meine derzeit für Wirbel. Besonders in Wedesbüttel fürchtet man einerasche Ausweitung des Sandabbaus aus Richtung Abbesbüttel kommend. Verschiedene Durchforstungsmaßnahmen im Wald haben jüngst dazu beigetragen. Anlass für den zweiten stellvertretenden Bürgermeister Christian Rode, nun eine Infoveranstaltung in Wedelheine zu organisieren. Mehr als 100 Zuhörer waren dabei.

Genehmigung von 1996

Als Referenten hatte Rode Andreas Klein von der Unteren Naturschutzbehörde des Landkreises Gifhorn gewonnen. Klein erläuterte die aktuell laufenden Durchforstungsmaßnahmen in den Wäldern den Zuhörern und, wo Sandabbau überhaupt genehmigt worden ist und wo nicht. Die Genehmigung stammt aus dem Jahr 1996. „Das ist lange her, es herrschen viele Unklarheiten. Viele Bürger kennen die Inhalte überhaupt nicht mehr im Detail, gerade auch Zugezogene nicht“, meinte Rode.

Abbau nur in 50-Meter-Streifen

So wüssten viele Leute auch nicht, dass der Sandabbau nur in 50-Meter-Streifen mit Rodungen aus Richtung Abbesbüttel vorangehen dürfe. „Erst in der letzten Stufe im Jahr 2035 wird dann überhaupt die Nähe von Wedesbüttel erreicht. Und dann bleiben noch 300 Meter Abstand zum Dorf“, sagte Rode. Möglicherweise lasse sich mit einem Veto sogar noch ein größerer Abstand erwirken. Das sei aber erst ein zukünftiges Thema.

Gleiches Wissen für alle

Für Rode war das Ziel der Infoveranstaltung zunächst vor allem, aufzuklären und dafür zu sorgen, dass alle den gleichen Wissensstand erlangen in der Frage des Sandabbaus. Dadurch könnten dann gegebenenfalls auch ein paar Wogen der derzeitigen Unruhe geglättet werden. Denn in sozialen Medien würde schon heiße Diskussionen geführt. „Es gibt bereits eine extra Whatsapp-Gruppe zu dem Thema“, berichtete Rode.

Viele Rodungen

Auch sorgten gerade die aktuell laufenden Durchforstungsmaßnahmen an verschiedenen Stellen in den Wäldern für neue Befürchtungen und Unruhe. Der Sandabbau selbst gehe aus Richtung Abbesbüttel stückweise voran Jahr für Jahr. Allerdings hätten sowohl Schäden durch Borkenkäfer als auch nicht mehr standsichere Bestände an Pappeln dazu geführt, dass an anderen Stellen derzeit auch Bäume gefällt werden müssen. Außerdem baue das Wasser- und Schifffahrtsamt am Mittellandkanal bei Wedesbüttel einen neuen Rettungsweg. Auch dafür müssten Bäume weichen. „Die vielen Rodungen haben zur Verunsicherung der Bürger beigetragen“, sagte Rode.

Von Chris Niebuhr

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