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Papenteich Warum trennen dicke Baumstämme Radweg ab?
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06:00 20.07.2019
Der Laie staunt und Ulrich Halfpap wundert sich: Diese Gestaltung des Radwegs zwischen Gravenhorst und Isenbüttel hält er für unnötig. Quelle: Ulrich Halfpap
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Gravenhorst/Isenbüttel

Unermüdlich ist der Wasbütteler Ulrich Halfpap mit seinem Fahrrad durch den Landkreis unterwegs und berichtet hin und wieder von kuriosen Beobachtungen. Die jüngste: Der Verbindungsweg zwischen Gravenhorst und Isenbüttel hat einen durch dicke Baumstände abgetrennten Radweg bekommen. „,Mächtig gewaltig’ würde Benny von der Olsenbande sagen“, kommentiert Halfpap.

Wenngleich mit Augenzwinkern, so kritisiert er doch diese „unnötige Aktion mit den Baumstämmen“ mit aus seiner Sicht übertriebenem Aufwand. „Wir wollen vernünftige Fahrradpisten und Fahrradwege im Landkreis“, verweist er auf „eine durchgehende Fahrradtrasse von Wasbüttel nach Rötgesbüttel“, die aus seiner Sicht sinnvoller wäre.

Diese Strecke des Gemeindeverbindungsweges zwischen Isenbüttel und Gravenhorst liegt auf Meiner Gebiet. Und hat in der dortigen Politik ebenso wie im Gemeinderat in Isenbüttel schon für einige Diskussionen gesorgt. Meines Bürgermeisterin Ute Heinsohn-Buchmann klärt auf: „Der Verbindungsweg beschäftigt den Umwelt- und Planungsausschuss der Gemeinde Meine seit dem Jahr 2016.“ Dort standen Pfosten, um Radfahrstreifen und Fahrbahn zu trennen – die wurden immer wieder umgefahren, so die Bürgermeisterin. Fahrzeuge seien auf den Radfahrstreifen ausgewichen, dieser sei dadurch erheblich beschädigt worden. „Die Gemeinde Meine hat die Pfosten mehrmals jährlich erneuern müssen. Auch der Weg wurde wieder und wieder ausgebessert.“

Daraufhin wurde im Januar 2018 der Antrag gestellt, eine nachhaltige Lösung zu finden. „Der Umwelt- und Planungsausschuss hat im April 2018 beschlossen, zur Sicherung des Radfahrstreifens Baumstämme längs des Weges zu verlegen.“ Es handele sich um Lärchenstammholz der Güteklasse B+C. Im März 2019 hatte Meines Umwelt- und Planungsausschuss sich dafür ausgesprochen, den Radweg nach der Trennung von der Fahrbahn auch noch zu sanieren, denn er werde „vor allem im Sommer als Verbindung zum Tankumsee“ stark genutzt, wie Eberhard Stolzenburg (Gruppe WGM-SPD) betont hatte.

Auf Isenbütteler Seite war schon mehrfach darüber diskutiert worden, den Gravenhorster Weg für motorisierten Verkehr komplett zu sperren, allerdings fand sich nie eine Mehrheit in der Politik dafür. Gemeindedirektor Klaus Rautenbach (Grüne) weist noch einmal darauf hin, dass dann „auf dieser Strecke das Radfahren, Boßeln, Wandern und Laufen“ sicherer wäre – seinerzeit hatten die Grünen den entsprechenden Antrag auf Sperrung gestellt.

Von Christina Rudert

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