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Papenteich Warum die Krimi-Autorin in Meine so gut ankommt
Gifhorn Papenteich Warum die Krimi-Autorin in Meine so gut ankommt
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00:18 13.04.2019
„Schatten der Toten": Autorin Elisabeth Herrmann stellte das Finale der Judith Kepler-Reihe in Meines Samtgemeindebücherei vor. Quelle: Ron Niebuhr
Meine

Gifhorn, Lüchow, Adendorf, Sulingen – und zu guter Letzt Meine: Durch Niedersachsen ist Autorin Elisbeth Herrmann vergangene Woche getourt. Im Gepäck hatte sie ihr aktuelles Buch „Schatten der Toten“. Es bildet zugleich den Abschluss der vielbeachteten Judith Kepler-Reihe.

Die Heldin begeistert

„Da ist sie im ganzen Land unterwegs und kommt zum Abschluss noch in unsere ganz kleine Meiner Bücherei. Das ist so toll!“, sagte Petra Wehmann. Die Leiterin der Samtgemeindebücherei im Keller des Rathauses gab sich schon gleich zur Begrüßung als Fan der Romanfigur Judith Kepler zu erkennen: „Sie ist einfach eine unheimlich taffe Frau“, sagte Wehmann. Daher freute es sie ganz besonders, dass die Autorin selbst den finalen dritten Band der Reihe mit einer Lesung in Meine präsentierte.

Herrmann freute sich ihrerseits, dass ihre einwöchige Lesereise in einer vergleichsweise kleinen Bücherei endete. „Ich bin keineswegs erschöpft. Dieser Abend hier in Meine ist meine Belohnung, mein Zuckerstück“, sagte sie. Gewöhnlich sitze sie ein halbes Jahr an einem Buch, ziehe sich mitunter für ein paar Monate völlig zum Schreiben zurück, klinke sich komplett aus alltäglichen Dingen wie Waschen, Putzen und Kochen aus. Da sei eine Lesereise geradezu wohltuend, komme sie so doch endlich wieder unter Leute. Und direktes Feedback der Leser erhält sie noch dazu.

Im Seaman’s Club

Herrmann umriss grob die Handlung der vorangegangenen Romane („Zeugin der Toten“, „Stimme der Toten“), ehe sie aus „Schatten der Toten“, den sie gern als „Odessa-Krimi“ bezeichnet, vorlas. Die erste von ihr ausgewählte Szene spielte im Seaman’s Club. Bei Recherchen vor Ort glaubte sie durch ein Missverständnis übrigens zunächst, die Bar heiße Siemens Club. „Das hat mich doch sehr gewundert: ein Club von Siemens in der Ukraine!“, erzählte sie. Da würde man wohl eher einen VW Club in Meine erwarten.

Am Ende der Lesung bot sich den rund 30 Zuhörern die Chance, der Autorin Fragen zu stellen und Bücher von ihr signieren zu lassen.

Von Ron Niebuhr

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