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Papenteich Sandabbau in Wedesbüttel: Anwohner wollen Verlust von Erholungsgebiet verhindern
Gifhorn Papenteich Sandabbau in Wedesbüttel: Anwohner wollen Verlust von Erholungsgebiet verhindern
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19:04 10.09.2019
Sandabbau bei Wedesbüttel: Anwohner fürchten um ihre Lebensqualität und fordern Aufklärung über die Pläne. Quelle: Christian Albroscheit
Wedesbüttel

Zahlreiche Wedesbütteler fürchten um ihre Lebensqualität: Das Gelände zwischen den Baugebieten Niedersand I und Niedersand II und dem Mittellandkanal soll für den Abbau von Sand genutzt werden. Der Wald müsste weichen, Maschinen würden bis auf wenige Meter an die Grundstücke heranrücken – womöglich für Jahrzehnte.

„Die Bagger sind schon im Einsatz. Wir befürchten, dass hier einfach Tatsachen geschaffen werden“, sagen die Anwohner Janine Monner und Michael Fiedler. Doch sie und viele weitere Anwohner wollen nicht einfach hinnehmen, dass der Sandabbau von Abbesbüttel aus nun auch ihr Dorf erreicht. „Wir wollen das hier nicht haben“, sagt Michael Fiedler.

Sandabbau laut Landkreis genehmigt

Er hat beim Landkreis Gifhorn nachgefragt. Demnach sei der Sandabbau bereits seit 1996 genehmigt worden, eine weitere Genehmigung für die Fläche bei Wedesbüttel sei nicht notwendig. Auch der Einwand, dass die Fläche im Wasserschutzgebiet liege, gelte nicht. „Angeblich gilt für den Bodenabbau ein Bestandsschutz“, sagt Fiedler.

Sandabbau in Wedesbüttel: Bildergalerie

In Wedesbüttel soll ein Wald zwischen Mittellandkanal und Dorf dem Sandabbau weichen. Anwohner protestieren dagegen.

Brachlandschaft wie beim Tagebau?

Wie die Fläche einmal aussehen könnte, zeigen die besorgten Anwohner bei einem Spaziergang durch das Waldgebiet. Vorbei an einer endlos wirkenden Reihe gefällter Bäume geht es in Richtung Abbesbüttel. Und plötzlich weicht das Grün der Tristesse des Sandes. „Schlimm, wenn man sich vorstellt, dass hier bald alles so aussieht“, sagt Janine Monner. Sie und ihre Nachbarn befürchten eine Brachlandschaft, ähnlich wie man sie vom Tagebau kennt. Von ihren Grundstücken aus könnten die Wedesbütteler dann direkt auf den Mittellandkanal blicken. Und dazwischen nur Sand.

Das wollen Michael Fiedler, Janine Monner und ihre Nachbarn verhindern. Ihre Hoffnung stützen sie dabei auf drei Punkte. Erstens den Umweltschutz. Denn in dem Waldgebiet lebten geschützte Arten wie Waldkauz, Grünspecht und Mittelspecht, zudem Rehe, Füchse und andere Wildarten. „Wir haben hier einen seit Jahrzehnten funktionierenden Wald, der ohne Not weg soll“, kritisiert Janine Monner. Zweitens hoffen sie auf das Wasserschutzgebiet und darauf, dass dort doch kein Sand abgebaut werden darf. Drittens berufen sie sich darauf, dass bei den bisherigen Plänen Abstandsregelungen zur Wohnbebauung nicht eingehalten würden.

Was die Anwohner befürchten

In den vergangenen Wochen haben die Bewohner aus dem Niedersand eine Gemeinschaftsaktion gestartet, um die Wedesbütteler vor dem zu warnen, was nun wahrscheinlich auf sie zukomme. Nämlich Lärmbelästigung durch Abholzung und Sandabbau, der Verlust eines Naherholungsgebietes, Wertverlust bei Häusern und Grundstücken. „Uns geht eine Menge Lebensqualität verloren“, sagt Janine Monner. Michael Fiedler fragt: „Warum wurden wir 1996 nicht informiert? Und warum wurden die Interessenten für das Baugebiet Niedersand II bei der Ausweisung 2005 nicht informiert?“

Diesen Fragen muss sich am Mittwoch, 11. September, auch der Umwelt- und Planungsausschuss der Gemeinde Meine stellen. Dort wollen die Wedesbütteler nämlich ihren Forderungen nach einem Stopp des Sandabbaus Nachdruck verleihen. Die Sitzung beginnt um 19 Uhr im Gemeindezentrum.

Von Christian Albroscheit

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