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Papenteich Wie ganz Rötgesbüttel den Brandopfern hilft
Gifhorn Papenteich Wie ganz Rötgesbüttel den Brandopfern hilft
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00:23 22.06.2019
Rötgesbüttel: Nach dem Brand im Heckenrosenweg ist die Spendenbereitschaft für die Brandopfer überwältigend. Quelle: Cagla Canidar
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Rötgesbüttel

Rötgesbüttel hat gezeigt, wie gut die Gemeinschaft im Dorf funktioniert: Nach dem Brand am Montag, bei dem zwei Familien und ein Mann ihre Wohnungen verloren haben, ist die Spendenbereitschaft riesig. Nur einen Tag hat es gedauert, bis genügend Kleidung und Hausrat für die Brandopfer und auch Spielzeug für deren Kinder zusammen waren. Sogar Möbel wurden schon angeboten.

Hilfsaufruf verbreitet sich rasend schnell

„Es war klar, dass wir helfen mussten“, sagt Claudia Lühr, deren Familie mit einer der Opfer-Familien befreundet ist. Sie startete einen Aufruf unter Freunden – und dieser verbreitete sich rasend schnell. So schnell, dass die Hilfsaktion nach nur einem Tag gestoppt werden musste, weil mehr Bekleidung, Spielsachen, Hausrat und sogar Möbel gespendet wurden als benötigt werden. „Es macht mich stolz, dass das Zusammenleben hier so gut funktioniert“, sagt Lühr.

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Kirche stellt Platz zur Verfügung

Dem schließt sich Andrea Nagel an. „Ich bin überwältigt, wie das Dorf zusammenhält“, sagt sie. Die Küsterin der St. Michaelkirche hat mitgeholfen, all die Spenden zu sammeln. Und die Kirche hat dafür den Platz zur Verfügung gestellt.

Bei dem Brand im Rötgesbütteler Heckenrosenweg sind am Montag zwei Doppelhäuser ein Raub der Flammen geworden. Das Feuer war in einem Schuppen zwischen beiden Häusern ausgebrochen und griff dann auf diese über. Zwei Familien und ein Mann verloren ihre Wohnungen. Verletzt wurde niemand.

Familien können in Rötgesbüttel bleiben

Die beiden Familien, die am Montag ihre Wohnungen verloren, sind übergangsweise in anderen Wohnungen im Ort untergekommen. Eine von ihnen kann sogar schon am Freitag in ein neues Heim ziehen. „Ein Haus ist frisch renoviert, aber noch nicht vermietet. Der Eigentümer hat sofort Hilfe angeboten“, sagt Claudia Lühr. Und auch die andere Familie habe bereits eine Wohnung in Rötgesbüttel in Aussicht.

Spendenkonto eingerichtet

Die zu viel gespendeten Gegenstände wollen die Initiatorinnen möglicherweise bei einem Basar auf Spendenbasis anbieten. Das Geld sollen dann die Brandopfer bekommen. Für sie wurde mittlerweile sogar ein Spendenkonto eingerichtet: IBAN DE 69 2695 1311 0161 9141 55, Stichwort „Spenden Heckenrosenweg“.

„Wir haben den Grundstein gelegt, damit die Menschen wieder nach vorne gucken können“, freut sich Andrea Nagel. Und das nur wenige Tage nach dem verheerenden Brand – und Dank der Hilfsbereitschaft vieler, vieler Menschen.

Von Christian Albroscheit