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Papenteich Woran sterben plötzlich so viele Kaninchen in Rötgesbüttel?
Gifhorn Papenteich Woran sterben plötzlich so viele Kaninchen in Rötgesbüttel?
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19:47 22.10.2019
Tote Kaninchen an der Spielplatzrutsche: Jens Dörschner hat die Kadaver eingefroren und kurzfristig hervor geholt. Seine Hoffnung ist es jetzt, dass sie untersucht werden. Quelle: foto: Hilke Kottlick
Rötgesbüttel

„Wir haben in der vorigen Wochen zwei tote Kaninchen im Tor auf dem Fußballplatz und zwei an der Spielplatz-Rutsche in Rötgesbüttel entdeckt“, sagt Jens Dörschner. Seine Mitbewohnerin habe die verendeten Langohren beim Hundespaziergang gesehen, sich Handschuhe und Mülltüten geholt und die Kadaver mitgenommen. „Wir haben sie eingefroren“, sagt der Rötgesbütteler. Seine Hoffnung jetzt: „Dass die Tiere untersucht werden“ und somit Ursachenforschung betrieben wird. Das Problem dabei – er habe keine Möglichkeit, die toten Tiere zu einem Labor zu transportieren.

Unerfreuliches Ereignis

„Vielleicht wurden hier Köder ausgelegt und die Kaninchen vergiftet?“, sorgt sich der 55-Jährige um die Gesundheit der Kinder. Er weiß, dass diese Nachrichten mittlerweile im Dorf kursieren. So fürchteten auch Hundebesitzer, die in dem Bereich ihre Tiere ausführen, um ihre Vierbeiner. Laut Dörschner haben bereits mehrfach Gassigänger tote Kaninchen entdeckt. Er schätzt, dass es sich mindestens um „ein Dutzend“ toter Tiere handelt.

Von dem plötzlichen Kaninchensterben, das sich da in Rötgesbüttel ereignet hat, weiß auch Bürgermeister Hermann Schölkmann. „Mir ist bekannt, dass in der Nähe des Sportplatzes auffällig viele tote Kaninchen entdeckt wurden“, sagt er. „Ich habe das bereits bei der zur Polizei gemeldet.“ Genauso habe er das Ordnungsamt der Samtgemeinde informiert. Dabei sei signalisiert worden, dass sich ein Mitarbeiter mit dem Veterinäramt des Landkreises in Verbindung setzen wird. Es gebe auch bereits Anfragen von Bürgern im Gemeindebüro, so Schölkmann weiterhin. „Das Ganze ist nicht schön und sorgt für Unruhe im Dorf“, sagt er. Eine Gefahr gebe es nicht, vermutet er in Richtung besorgter Hundebesitzer. „Kaninchen sind Vegetarier und Hunde Fleischfresser.“ Mögliche Giftköder für Langohren würden Hunde kaum interessieren. Trotzdem sieht der Bürgermeister in dem plötzlichen Kaninchensterben ein „insgesamt unerfreuliches Ereignis“.

Keine Ansteckungsgefahr für Menschen

Diese Vorfälle stehen Schölkmann zufolge aber wohl nicht mit dem Bejagen der Kaninchen Anfang Oktober in Verbindung. Weil die Nager „im Bereich des Sportplatzes Flächen unterhölt hatten, waren sie laut Bürgermeister von Jägern mit ausgebildeten Frettchen gejagt worden. „Sieben Kaninchen“ seien zur Strecke gebracht worden.

„Es gibt fast keine Kaninchen mehr, da wundere ich mich, dass in Rötgesbüttel so viele tote Tiere gefunden werden“, sagte Dr. Christof Schwartpaul vom Veterinäramt im Landkreis Gifhorn. Als Diagnose vermutet der Amtstierarzt entweder die Myxomatose – eine ansteckende Viruserkrankung, die mit Schwellungen an den Augen beginnt. Die Kaninchen in Rötgesbüttel wiesen aber laut Dörschner diese Symptome nicht auf. Die zweite Vermutung von Schwartpaul lautete „RHD“ – eine Chinaseuche, die ausschließlich Kaninchen befällt. „Beide Viruserkrankungen sind nicht anzeigepflichtig“, schließt der Amtstierarzt eine Ansteckungsgefahr für Menschen und andere Tiere aus. Zugleich bestätigt er, dass „ein Kollege des Veterinäramtes bereits draußen in Rötgesbüttel war. Es sei aber keine Kadaver entdeckt worden.

Damit wieder Ruhe einkehrt

Die Ursache für die toten Rötgesbütteler Kaninchen könnte jetzt aufgeklärt werden. Denn als der Amtstierart erfährt, dass Dörschner zwei Tiere eingefroren hat, ermuntert er, „sie hierher zu bringen, dann könnten wir ja mal nachgucken.“ Diese Lösung favorisiert auch Bürgermeister Schölkmann. „Damit wieder Ruhe einkehrt.“ Das einzige Problem dabei dürfte lösbar sein – Dörschner kann die verendeten Kaninchen nicht zum Veterinäramt transportieren – er hat kein Auto, wie er sagt, andere schon.

Von Hilke Kottlick

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