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Papenteich Das muss die Feuerwehr noch alles erledigen
Gifhorn Papenteich Das muss die Feuerwehr noch alles erledigen
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11:00 10.08.2019
Nach dem Gerätehaus-Brand: Der Alltag ist bei der Grasseler Feuerwehr immer noch nicht zurück. Es gibt viel zu tun, um den Betrieb wieder hochzufahren. Quelle: Torben Niehs Archiv
Grassel

Auch gut einen Monat nach dem Brand des Gerätehauses in Grassel ist für die Feuerwehr der Alltag noch lange nicht zurück. Wenigstens vergeht die Zeit beim Warten auf die Nachricht der Versicherung, denn das Team um Ortsbrandmeister Jan Klages hat genug um die Ohren, den Betrieb am Laufen zu halten und das Nötige zu erledigen.

Die Fahrzeuge stehen immer noch draußen, aber eingezäunt am Dorfgemeinschaftshaus. Dessen Räume nutzt die Feuerwehr für Sitzungen und Dienste. „Das geht wirklich gut. Wir verständigen uns mit den Vereinen.“ Eine Nachbarin habe den Einsatzkräften für Treffen sogar ihre Terrasse zur Verfügung gestellt.

Haben die Einsatzkräfte was zum Anziehen?

Die dicke Einsatzkleidung sei aktuell in der Prüfung, ob sie noch verwendbar ist. Nackig müssen die Einsatzkräfte dennoch nicht los. „Da hat die Samtgemeinde einen Pool“, sagt Klages. Denn es gebe immer leihweise Ersatzklamotten, denn nach jedem Einsatz müsse die Stammkleidung in die Reinigung. Die Leihkleidung sei nun vorübergehend Dauerausstattung. Bei der dünnen Einsatzkleidung „sind wir halbwegs versorgt“.

Was die zerstörten Helme angeht, kommt der Ortswehr das Zugehörigkeitsgefühl der Feuerwehrleute zu gute. Vor etwa fünf Jahren seien neue Modelle angeschafft worden, so Klages. Mit besserem Visier und Tragesystem. Die alten Helme hätten viele Kameraden als Andenken mit nach Hause genommen. „An so einem Aluhelm ist kein Vergang.“ Und deshalb kämen die jetzt erst einmal wieder zum Einsatz.

Das ist für den Nachwuchs zu tun

Klages hat dieser Tage die Bestellungen für Ausrüstungsgegenstände für die Kinder- und die Jugendwehr rausgeschickt. Beispiel Schläuche und Strahlrohre. Der Nachwuchs soll so bald wie möglich wieder an Wettbewerben teilnehmen – und dafür trainieren – können. Und was sonst noch? „Die Liste ist lang“, sagt Klages, und zählt unter anderem Spiele, Pylonen, Wettbewerbsmaterial auf. „Wir gucken auch, wie es mit den Zelten wird.“ Doch bei den großen Investitionen muss die Wehr abwarten, was die Versicherung übernimmt.

Derweil trudeln immer mehr Umschläge und Überweisungen ein, freut sich Klages über Spenden von den Einwohnern. „Das Geld nutzen wir, um die Schläuche zu kaufen.“

Die Politik entscheidet demnächst, wie es weiter geht

Und wie geht es weiter? „Schön wäre es, wenn die Politik eine schnelle Lösung herbei schafft“, sagt Klages. Zum Beispiel, um die Fahrzeuge rechtzeitig im Winter irgendwo drinnen stehen könnten. Samtgemeindebürgermeisterin Ines Kielhorn weiß um die Situation. Die Politik werde in ihren nächsten Sitzungen darüber beraten. „Alle wollen eine gute Lösung.“ Die Frage sei, wie diese aussehen soll. Denn: „Es muss wirtschaftlich und sinnvoll sein.“ Die Samtgemeinde will das Gerätehaus in Grassel sowieso in den kommenden Jahren – als nächstes auf der Liste – neu bauen. Lohnt sich da noch eine Instandsetzung des alten? Und wie schnell wären Provisorium oder Neubau umgesetzt? Die Verwaltung werde nun Varianten austüfteln und der Politik zur Entscheidung vorlegen.

Von Dirk Reitmeister

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