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Papenteich Junge Programmierer: Vom Ferienspaß zur IT-Ausbildung
Gifhorn Papenteich Junge Programmierer: Vom Ferienspaß zur IT-Ausbildung
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07:14 15.10.2019
Ferienaktion: Im Meiner Jugendhaus lernten Kinder nun den Einstieg in das Programmieren am Computer kennen. Quelle: Chris Niebuhr
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Junge Leute, die sich für den Berufsbereich Informatik interessieren, sind Mangelware auf dem Arbeitsmarkt. Das Bundesbildungsministerium steuert mit einem Wettbewerb entgegen, der seine Wurzeln in Amerika hat und maßgeblich vom Internetriesen Google unterstützt wird. Ziel ist es, bereits Kinder ab acht Jahren auf kindgerechte Weise abzuholen und für das Programmieren zu begeistern. Das Meiner Jugendhaus bietet einen Einsteigerkursus dazu im Ferienprogramm der Samtgemeinde an.

Fortsetzung folgt zuhause

Betreuer Frank Faber erläutert: „Wenn den Teilnehmern der Einstieg gefallen hat, können sie das Ganze zuhause fortsetzen. Sind sie dabei auf längere Sicht gut genug, werden sie zum Wettbewerb eingeladen. An dessen Ende winken sogar Ausbildungsplätze im Informatikbereich.“

Angelegt sei die Aktion bei Interesse und Spaß an der Sache somit quasi vom Einstiegslevel im Ferienprogramm über einen Zeitraum von rund zehn Jahren. Faber weiß in der Region von einem Schüler des Gifhorner Otto-Hahn-Gymnasiums, der am Ball geblieben und sehr weit gekommen ist. „Er wurde dann tatsächlich zum Wettbewerb eingeladen“, berichtet er. Das Jugendhaus habe die Ferienaktion schon einmal in den Osterferien angeboten – mit großem Erfolg. Einer der Teilnehmer damals sei nach wie vor aktiv in dem Angebot des Bildungsministeriums. Nun folgte in den Herbstferien die Neuauflage der Ferienaktion, sie war erneut fast ausgebucht.

Kleine Geschichte

Die teilnehmenden Kinder programmieren dabei sozusagen eine kleine Geschichte. Sie setzen ein Schiff auf hoher See in ihr Programm, ergänzen Figuren und andere Elemente. „Es handelt sich um die Sprache Scratch, die auf vorgefertigten Bausteinen basiert. Die Kinder nutzen diese im Drag-and-Drop-Verfahren, um ihre Geschichte zu erstellen. Im Prinzip ist es vergleichbar mit einer vereinfachten Version der Programmiersprache Java“, sagt Faber. Es gehe dabei vor allem darum, festzustellen, ob das Ganze Spaß mache und die Kinder zuhause weiter machen wollten.

„Falls ja, kommen nach und nach schwierigere und immer anspruchsvollere Aufgaben dazu. Später geht es zum Beispiel darum, einen Roboter zu programmieren, und es folgen auch Zeitaufgaben“, erläutert Faber. Bei entsprechendem Erfolg in der Online-Version würden die Teilnehmer dann zu einem stationären Wettbewerb eingeladen, der aufmerksam von großen IT-Unternehmen verfolgt werde, auch zur Sichtung von Kandidaten für Ausbildungen in dem Bereich.

Informatiknachwuchs fehlt

„Der Informatiknachwuchs fehlt einfach“, weiß Faber. Der Wettbewerb des Bildungsministeriums und die Ferienaktion bieten einen kindgerechten Einstieg in den Bereich Informatik. Denn: „Programmieren lernen ist grundsätzlich vergleichbar mit dem Erlernen einer Sprache. Das ist auch anstrengend. Mit dem Wettbewerb soll motiviert und auf freiwilliger Basis die Begeisterung dafür geweckt werden“, sagt Faber. Von den aktuellen Teilnehmern habe lediglich einer bereits Vorkenntnisse gehabt, die anderen seien komplette Einsteiger.

Von Chris Niebuhr

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