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Papenteich Wie geht es mit dem alten Gemeindezentrum in Meine weiter?
Gifhorn Papenteich Wie geht es mit dem alten Gemeindezentrum in Meine weiter?
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19:46 26.11.2019
Kann das alte Gemeindezentrum in Meine erhalten werden? Die Flüchtlingshilfe Papenteich braucht die Räume jedenfalls. Auch Fraktionsvertreter aus dem Samtgemeinderat machen sich dafür stark. Quelle: Dirk Reitmeister
Meine

Ist die Standsicherheit des alten Gemeindezentrums in Meine gefährdet oder nicht? Die einen sagen so, die anderen so. Der Landkreis Gifhorn als Eigentümer will es am liebsten abreißen, die Flüchtlingshilfe Papenteich braucht die Räume. Sie bekommt Unterstützung aus drei Fraktionen im Samtgemeinderat.

Auch wenn in jedem des halben Dutzends an Räumen irgendwo Kleidung hängt oder im Regal gestapelt ist, sie spielt kaum noch eine Rolle, sagt Wolfgang Stindl von der Flüchtlingshilfe Papenteich, die sich aktuell um rund 50 im Asylverfahren steckende Menschen und um rund 100 Menschen mit Aufenthaltsgenehmigung kümmert. „Vor drei Jahren hat sich unsere Arbeit reduziert auf die Kleiderkammer. Das hat sich grundlegend geändert.“ Kleidung ist nur noch gefragt, wenn sie ad hoc zum Beispiel bei einem Familiennachzug benötigt wird.

Dabei hilft die Flüchtlingshilfe am häufigsten

Stindl zeigt in den ersten Raum links hinterm Nebeneingang. Dort treffen sich regelmäßig Flüchtlinge zum „Deutsch für Frauen“. Im großen Raum weiter rechts füllen Stindl und seine Mitstreiter der Flüchtlingshilfe mit den Asylsuchenden Formulare aus. „Meistens sind es so viele Leute, dass wir drei Tischgruppen brauchen.“ Währenddessen pesen Kinder mit einem Plastik-Auto zwischen den Kleiderständern umher.

Ist es abrissreif oder nicht? Noch immer ist unklar, was mit dem alten Gemeindezentrum in Meine passieren soll. Kann ein unabhängiger Gutachter die vertrackte Lage auflösen?

„Wir sind ständig dabei, Formulare auszufüllen. Sie stellen sich nicht vor, wie viel Bürokratie nötig ist“, sagt Stindl. Etwa 40 Kinder bekommen Nachhilfe. Und: „Wir helfen den Leuten beim Schreiben von Bewerbungen und Lebensläufen.“

Zweifel an der Standsicherheit

Das alles in dem Gebäude anno 1974, dessen Standsicherheit die Kreisverwaltung anzweifelt. Die Flüchtlingshilfe hat einen anderen Eindruck von der Bausubstanz. Und momentan keine Alternative, wohin sie ausweichen könnte. Kein Wunder, dass ihr die Entscheidung des Bauausschusses des Landkreises nicht gefällt, spätestens Ende April eine Entscheidung mit Tendenz Abriss zu treffen. Im Haushaltsplan schreibt die Verwaltung, dass es „abrissreif“ sei, und plant schonmal 250 000 Euro in 2021 und 2022 ein für die Errichtung eines Notausgangs von der Tribüne der direkt anschließenden Sporthalle.

Papenteicher wollen unabhängigen Gutachter einschalten

Fünf Fraktionsvertreter aus dem Papenteicher Samtgemeinderat, Telse Dirksmeyer-Vielhauer (CDU), Uwe-Peter Lestin und Randolf Moos (SPD) sowie Dr. Arne Duncker und Stindl selbst (Grüne), fordern nun den Landkreis auf, sich mit den Papenteichern an einen Tisch zu setzen. Es geht darum, von einem externen Gutachter eine dritte Meinung über den Zustand des Gebäudes einzuholen. Ihnen zufolge würde das eine niedrige fünfstellige Summe kosten, was sich Samtgemeinde und Landkreis teilen könnten.

Wie teuer wird neuer Eingang zur Sporthallen-Tribüne?

Sie wollen, dass noch im Winter jener unabhängige Experte sich das alte Gemeindezentrum anschaut. Sie sehen immer noch die Chance, für eine überschaubare Summe das Gebäude zu erhalten. Investiert werden müsse so oder so mehr als die geplanten 250 000 Euro. Denn die Tribüne der Sporthalle ist nur über das alte Gemeindezentrum zu erreichen, darum wäre ein akkurater neuer Zugang zu bauen. Da könne man das alte Gemeindezentrum gleich erhalten.

Es sei denn, der unabhängige Gutachter bestätige, dass die Statik nicht mehr mitspiele, räumt Dirksmeyer-Vielhauer ein. „Dann müssen wir die Konsequenzen tragen.“

Von Dirk Reitmeister

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