Menü
Wolfsburger Allgemeine / Aller-Zeitung| Ihre Zeitung aus Wolfsburg Wolfsburger Allgemeine / Aller-Zeitung| Ihre Zeitung aus Wolfsburg
Anmelden
Papenteich Tolle Resonanz beim Luthermahl – Das gab es auf die Teller
Gifhorn Papenteich Tolle Resonanz beim Luthermahl – Das gab es auf die Teller
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
14:15 01.11.2019
Deftig wie zu Luthers Zeiten: Die Kirchengemeinde St. Stephani hatte zum Luthermahl eingeladen. Quelle: Christina Rudert
Meine

Dem Reformator Martin Luther wird nachgesagt, er habe es deftig geliebt – sowohl beim Reden als auch beim Essen. Letzteres hatte bei den Überlegungen von Christine Bruns und ihrem Team aus der St. Stephani-Kirchengemeinde in Meine für das Luthermahl am Reformationstagsicher auch eine Rolle gespielt, wobei das Anliegen aber vor allem war, möglichst Lebensmittel zu verwenden, die es schon zu Luthers Zeiten gegeben hat.

Was bei der akribischen Recherche herausgekommen ist

„Die Kartoffel hatte es vor 500 Jahren wohl noch nicht bis nach Meine geschafft“, hatte die Lektorin Christine Bruns im Vorfeld akribisch recherchiert. Aber so ganz ohne Sättigungsbeilage sollten Ofengemüse und deftiger Braten dann doch nicht bleiben. Und auch eine Suppe gab es, wahlweise mit Kürbis oder Gemüse. Ein Nachtischbüfett war ebenfalls aufgebaut: „Da gehören eine Hirse- und eine Griesspeise dazu sowie eine Apfelspeise – Äpfel gab es zu Luthers Zeiten schon reichlich“, verriet Bruns die Bestandteile.

Die Mutmaßungen der Pastorin

Die Premiere ist gelungen. „Mit so vielen Besuchern hatten wir gar nicht gerechnet“, staunte Pastorin Julia Kettler über den Zustrom. Für den Gottesdienst reichte der Platz im Gemeindehaus nur gerade eben so, um die 100 Gläubige hatten sich versammelt. „Sonst hatten wir am Reformationstag immer einen Abendgottesdienst. Vielleicht ist die Uhrzeit am Vormittag angenehmer. Außerdem lockt das Gemeindehaus, weil die Atmosphäre hier gemütlicher ist als in der Kirche“, mutmaßte sie über die Gründe für diesen Andrang.

Eine Predigt im Dialog

In einer Dialog-Predigt griffen sie und Christine Bruns die Gedanken aus dem Predigttext im Markus-Evangelium auf: Was heimlich ist, kommt ans Licht, was ins Ohr geflüstert wird, wird von den Dächern gepredigt. So machte Julia Kettler Mut, im Kollegen- oder Freundeskreis und in der Familie Dinge anzusprechen, die oft ungesagt bleiben, sei es ein Ärgernis oder auch ein Lob. Und Christine Bruns bezog sich auf die Stelle, dass Gott den Menschen so wichtig nimmt, dass er sogar dessen Haare zählt.

Gut die Hälfte der Gottesdienstbesucher nutzte die Chance, im Anschluss beim Luthermahl gemütlich zusammen zu sitzen und zu essen. Am Nachmittag pflanzte die Gemeinde dann bei der Familie eines Täuflings im Garten einen Apfelbaum in Anlehnung an den Luther zugesprochenen Satz: „Und ginge morgen die Welt unter, würde ich heute noch einen Apfelbaum pflanzen“.

Von Christina Rudert

Der Neubau eines Weges für die Landwirte ist zwingende Voraussetzung für den Stundentakt der Bahn zwischen Braunschweig und Gifhorn. Die Bauarbeiter fangen Anfang November an.

30.10.2019

Wie hätten Sie’s denn gerne: Eher gruselig oder eher witzig? Beim großen Kürbisschnitzen in Rethen entstand die passende Dekoration zum Halloween-Fest.

30.10.2019

Die Mahagony-Jazzband sorgte für den richtigen Sound, Cajun-Gewürz für den richtigen Geschmack und die 80 Gäste für die richtige Stimmung: Das erste Jazzfrühstück des Papenteicher Kulturvereins erwies sich als gelungene Premiere.

29.10.2019