Menü
Wolfsburger Allgemeine / Aller-Zeitung| Ihre Zeitung aus Wolfsburg Wolfsburger Allgemeine / Aller-Zeitung| Ihre Zeitung aus Wolfsburg
Anmelden
Papenteich Von der Mensa bis zum Schweinekopf: Australier erhalten in Meine neue Eindrücke
Gifhorn Papenteich Von der Mensa bis zum Schweinekopf: Australier erhalten in Meine neue Eindrücke
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
16:12 07.10.2019
Gäste aus Down Under: 13 Schüler und zwei Lehrer aus Canberras Trinity Christian School besuchten Meines Philipp-Melanchthon-Gymnasium. Quelle: Ron Niebuhr
Meine

Besuch aus Down Under hat jetzt Meines Philipp-Melanchthon-Gymnasium bekommen. 15 Australier aus Canberras Trinity Christian School machten auf ihrer Rundreise durch Europa einen Abstecher dorthin. Seit nunmehr gut zwei Jahren pflegen beide Schulen eine Partnerschaft.

Von Hamburg über Meine in die Schweiz

Vor knapp zwei Wochen sind die Australier – 13 Schüler, Lehrerin Adie Price und Schulleiter Ian Hewitt – in Berlin angekommen, auch Hamburg haben sie angeschaut. Auf der Weiterreise in die Schweiz nahmen sie sich jetzt ein paar Tage Zeit, um ihre Meiner Partnerschule zu besuchen, inklusive BBQ zum Abschluss. „Sie sind insgesamt 21 Tage in Europa unterwegs. Es muss sich ja auch lohnen“, sagte PMG-Rektor Stephan Oelker mit Blick auf die doch sehr, sehr lange Flugzeit – mit Zwischenstopp mehr als ein Tag!

Der Gegenbesuch

Den langen Flug hat eine Gruppe Meiner Gymnasiasten auch schon mitgemacht: „Wir waren im vergangenen Herbst in Australien. Das ist jetzt der Gegenbesuch“, erklärte Oelker. Als „komplett anders“ haben die Meiner Australien erlebt – allein schon die Tier- und Pflanzenwelt: „Da waren überall Kängurus am Straßenrand“, erinnern sich Marah Vogt, Liz Hönemann und Bastian Bosse-Graf. Coole Festivals und viele Museen hatte Canberra zu bieten. Und Sydney war „einfach nur riesig“ und „ganz ohne alte Häuser“. Ein Klischee allerdings bestätigte sich vor Ort nicht: „Die essen keine Krokodile“, berichtete Marah Vogt. Dafür habe man die Australier als „sehr offen und freundlich“ kennengelernt, erzählte das Trio aus dem elften Jahrgang.

Nur offenherzige Menschen

Genauso empfanden auch die Australier die Deutschen beim Gegenbesuch. „Wir haben nur offenherzige Menschen getroffen, die wie selbstverständlich sehr viel Zeit für uns geopfert haben“, freute sich Lehrerin Price. Egal ob in Berlin oder Hamburg, im Harz oder in Wittenberg. Den Ort zu sehen, an dem Martin Luther einst lebte, war „etwas ganz Besonderes für uns“, sagte sie. Überhaupt seien die Deutschen für ihre geschichtsträchtigen Orte und mittelalterlichen Häuser und Kirchen zu beneiden. „So etwas gibt es bei uns nicht. In Australien ist alles maximal 200 Jahre alt“, sagten Price und Hewitt.

Der halbe Schweinekopf

Ungewohnt war für die Australier der Einkauf beim Fleischer fürs Abschluss-BBQ: „Einen halben Schweinekopf habe ich bei uns noch nie in der Auslage zu sehen bekommen“, sagte Price und schmunzelte. Auch Pfandflaschen waren neu für die Gäste. Ein paar Deutsche sammelten sie ein, gaben sie im Supermarkt ab und besserten so die australische Klassenkasse auf. „Das war richtig toll“, lobte Price, um eine Erfahrung in Sachen Umweltschutz reicher.

Reger Austausch

Die Lehrerin freute sich auch, wie gut ihre Schüler sich mit den Meiner Gymnasiasten verstanden. „Sie haben sich sehr rege ausgetauscht“, berichtete sie: Wie läuft der Unterricht in Deutschland ab? Wie in Australien? Wo gibt es Gemeinsamkeiten? Wo liegen die Unterschiede? „Wir haben zum Beispiel keine Mensa“, bemerkte Price. Schulleiter Hewitt betonte, dass man den Meinern ausgesprochen dankbar dafür sei, wie bereitwillig sie „ihre Kultur mit uns geteilt haben.“ Und ihre Eiscreme: „Davon haben wir nämlich Unmengen verdrückt“, ergänzte Price und lachte.

Frosch Felix I.

Auf Europareise mit dabei war als Maskottchen ein Plüschfrosch. Der heißt eigentlich Felix. Aber nachdem die Australier in Deutschland so viel über Könige, Herzöge und Fürsten erfahren haben, „nennen wir unser Maskottchen ab sofort Felix I.“, erklärte Price. Die Lehrerin, Rektor Hewitt und ihre 13 Schüler verbrachten zum Abschied ein ausgelassenes BBQ mit ihren Meiner Gastgebern. Die haben übrigens schon ihre nächste Australien-Tour geplant: „Im August 2020 fliegen wohl wir wieder dorthin“, sagte Oelker.

Von Ron Niebuhr

Das nur 15 Monate alte Mädchen braucht dringend eine Stammzellspende. Ihre Familie, die Freiwillige Feuerwehr Meine und die DKMS rufen deshalb zu einer großen Typisierungsaktion auf.

07.10.2019

Original bayrisch von den Trachten bis zu den Schmankernl ging es auch bei der achten Wiesn-Gaudi in Rötgesbüttel zu. Ein etwas banger Moment ist immer der Fassanstich: Klappt er oder nicht?

06.10.2019

Schon wieder ein Feuer in Grassel: Am Samstagabend brannte ein Carport. Die Polizei spricht von unbekannter Ursache, bei Facebook wird über Brandstiftung spekuliert.

06.10.2019