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Papenteich Gemeinde investiert 4,6 Millionen Euro in Kitas und Krippen
Gifhorn Papenteich Gemeinde investiert 4,6 Millionen Euro in Kitas und Krippen
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10:18 05.12.2019
Kostspielig: Die Gemeinde Schwülper hat in vier Jahren 4,6 Millionen Euro in den Ausbau von Kitas und Krippen gesteckt. Quelle: Ron Niebuhr
Groß Schwülper

Mit der Kinderbetreuung durch das Deutsche Rote Kreuz und das Kinderzentrum Pusteblume befasste sich jetzt Schwülpers Gemeinderat. Auch ging es um die Erhöhung des Sitzungsgeldes sowie den interkommunalen Radwegbau zwischen Groß Schwülper und Neubrück.

4,6 Millionen Euro habe man in den vergangenen vier Jahren in den Ausbau von Kitas und Krippen gesteckt, berichtete Uwe-Peter Lestin. Schwülpers Bürgermeister wies zudem auf jährliche Nettokosten für die Gemeinde von mehr als 1,8 Millionen Euro hin, mit denen man die Betreuung von mehr als 400 Kindern im Alter von bis zu sechs Jahren sicherstellt. In den Krippen komme man auf einen Deckungsgrad von 74 Prozent, in den Kitas auf 96,5.

Und zwar trotz der gestiegenen Nachfrage. Die sei weniger auf eine erhöhte Geburtenrate zurückzuführen, sondern viel mehr dem Umstand geschuldet, dass „einfach viel mehr Eltern ihre Kinder in Krippe oder Kita geben“, erklärte Lestin. Die Geburtenrate habe sich seit 1987 kaum verändert. Damals schwankte die Zahl der Kinder zwischen 60 und 80 pro Jahrgang, inzwischen sind es um die 75, sagte Lestin.

Der Rat nahm die ausgeglichenen Wirtschaftspläne von DRK und Pusteblume für die kommende Saison zur Kenntnis. Demnach sind vom DRK 1,694 Millionen Euro veranschlagt bei einem Zuschuss der Gemeinde in Höhe von 1,078 Millionen Euro. Die Pusteblume setzt bei den Krippen 1,549 Millionen Euro an bei einem Zuschuss von 532 000 Euro sowie 741 000 Euro beim Kindergarten bei einem Zuschuss von 402 000 Euro.

25 Prozent mehr für Ratsmitglieder

Die zuletzt 2011 erhöhte Aufwandsentschädigung für Ratsmitglieder steigt nach mehrheitlichem Votum ab 1. Januar 2020 um 25 Prozent. Lestin fand das „absolut gerechtfertigt“. Und Barbara Klausmeyer (SPD) hoffte, so „mehr Menschen für ein politisches Ehrenamt zu motivieren.“ Ratsmitglied Alexander Jankowski empfand die Erhöhung als „unnötig“. Sie sei ein falsches Signal, „wenn es bei uns zugleich viele Leute gibt, die überhaupt nichts für ihr Ehrenamt kriegen“, Er regte an, lieber einen Ehrenamtspreis zu initiieren.

Der geplante Radweg zwischen Groß Schwülper und Neubrück stößt bei Bürgern aus Neubrück auf Kritik. Die Landkreise Gifhorn und Peine würden dabei „eine 150 Meter lange, zwei Meter breite und 2,5 Meter hohe Hecke roden, mehrere 100-jährige Bäume fällen und einen halben Hektar Land asphaltieren“. Wegen eines parallel verlaufenen Waldweges sei der Neubau eines Radweges überflüssig, so die Kritiker.

Landkreise legen Radwegverlauf fest

Für den Rat ging es allerdings nur um die Frage, ob man mit den Landkreisen eine Vereinbarung zum Neubau des Radweges schließt. Beteiligt ist die Gemeinde am Projekt bloß mit einem kurzen Teilstück. Man lasse einen unbefestigten Seitenstreifen innerorts ausbauen, sagte Lestin. Und Talene Wiards-Reißmann (SPD) ergänzte, „es sei nicht die Aufgabe des Rates zu erörtern, wie die Landkreise den Verlauf des Radweges festgelegt haben.“ Zudem sei davon auszugehen, dass die Kreise den Bau auch ohne die Gemeinde durchziehen. Der Rat sprach sich einstimmig dafür aus, die Vereinbarung zum Radwegbau einzugehen.

Den Satzungsbeschluss zum Bebauungsplan „In der Dösse II“ nahm der Rat von der Tagesordnung wegen der noch nicht vorliegenden Zustimmung der Landeskirche zum Verkauf von Grundbesitz der kirchlichen an die politische Gemeinde. Zu einer Verzögerung komme es dadurch nicht, da wir „ohnehin noch auf die Genehmigung der Änderung des Flächennutzungsplanes durch den Landkreis warten müssen“, sagte Bürgermeister Lestin.

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Von Ron Niebuhr

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