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Papenteich Was die Kindertagesstätten jetzt brauchen
Gifhorn Papenteich Was die Kindertagesstätten jetzt brauchen
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15:00 22.01.2019
Diskussion in Meine: Die SPD-Landtagsabgeordneten Philipp Raulfs (l.) und Uwe Santjer waren im Forum für gute Pädagogik zu Gast.
Diskussion in Meine: Die SPD-Landtagsabgeordneten Philipp Raulfs (l.) und Uwe Santjer waren im Forum für gute Pädagogik zu Gast. Quelle: Ron Niebuhr
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Der Kindergartenbesuch ist seit August beitragsfrei. Das hat die Landesregierung in Hannover so beschlossen. Welche Auswirkungen das auf Kindertagesstätten hat und was sich dort darüber hinaus noch verändern muss, war jetzt Thema bei einer Diskussion in Meine.

„15 Krippen-Kinder zu zweit betreuen?“

Das Forum für gute Pädagogik im frühen Kindesalter (FfgP) um Felicitas Nadjib lud dazu ins Gemeindezentrum ein. Zwei Gesprächspartner aus Hannover kamen: Uwe Santjer, Sprecher für frühkindliche Bildung der Landesregierung, und der SPD-Landtagsabgeordnete Philipp Raulfs mit dem Arbeitsschwerpunkt Bildung. „Ich bin gern wieder hier. Es war zuletzt eine angenehme Diskussion – konstruktiv und diszipliniert“, sagte Raulfs. Er wolle Politik nicht vom Schreibtisch aus machen, sondern Feedback der Bürger: Was funktioniert? Was muss sich ändern? Was muss gestrichen werden?

Santjer geht es genauso. Als gelernter Erzieher ist er mit der Arbeit in den Kitas vertraut, obgleich man heute mit Ganztags- und Kleinstkinderbetreuung vor anderen Herausforderungen steht: „Früher war mittags Feierabend“, erinnerte er sich. „Und wer nicht trocken war, kam nicht in die Kita. Heute brauchen wir fast schon Hebammen.“ Am meisten drücke der Schuh in den Krippen: „15 Kinder zu zweit betreuen? Wie soll das gehen? Man kann nicht alle gleichzeitig wickeln und füttern.“ Mindestens eine dritte Kraft sei nötig.

Forderung nach mehr Personal

Ähnlich schwierig ist es in Kitas. Santjer plädierte für eine Kraft für zehn statt 12,5 Kinder. Helfen würde, die Dokumentationspflicht zu verringern. Bei weniger Verwaltung bliebe mehr Zeit für Pädagogik, sagte er. Und Felicitas Nadjib erklärte, wie man qualifizierten Nachwuchs in der frühkindlichen Bildung gewinnt: „Gesellschaftliche Anerkennung und gute Bezahlung sind der Schlüssel dazu, dass junge Menschen diesen Beruf ergreifen.“

Von Ron Niebuhr

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