Menü
Wolfsburger Allgemeine / Aller-Zeitung| Ihre Zeitung aus Wolfsburg Wolfsburger Allgemeine / Aller-Zeitung| Ihre Zeitung aus Wolfsburg
Anmelden
Papenteich Feuer zerstört gleich zwei Doppelhäuser
Gifhorn Papenteich Feuer zerstört gleich zwei Doppelhäuser
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
14:11 17.06.2019
Großeinsatz in Rötgesbüttel: Mehr als 70 Feuerwehrleute kämpften am Montagmittag gegen den Brand gleich zweier Doppelhäuser im Heckenrosenweg. Verletzt wurde niemand. Quelle: Cagla Canidar
Anzeige
Rötgesbüttel

Das Feuer brach am Vormittag aus bislang ungeklärter Ursache in einem neuen Schuppen zwischen zwei Doppelhäusern aus. Der Alarm erreichte die Feuerwehren um 10.52 Uhr. Die Flammen griffen bald auf beide Häuser über. „Das ging so schnell“, berichtet Nachbar Andreas Leidner fassungslos. Hitze und Wind hätten das beschleunigt, sagt stellvertretender Gemeindebrandmeister Eberhard Stolzenburg, der zusammen mit Einsatzleiter Werner Auerbach den Großeinsatz koordiniert.

Anzeige

Über der Siedlung am Heckenrosenweg steht eine weit sichtbare Rauchwolke. Schon bald wird das Wohnquartier von rund 20 Einsatzwagen zugestellt sein. Bis auf Vordorf und Rethen sind alle Ortswehren der Samtgemeinde im Einsatz, sagt Stolzenburg. Mehr als 60 Frauen und Männer kämpfen gegen die Flammen an.

Keine einfache Sache. Es ist nicht nur die Hitze, die den Atemschutzträgern die Arbeit erschwert. „Man kommt von der Rückseite ganz schlecht ran“, erläutert Stolzenburg. Ein Graben und eine Hecke seien dort. Die Papenteicher fordern die Drehleiter aus Gifhorn an, elf Einsatzkräfte auf der Kreisstadt kommen mit. „Von oben kommt man besser ran.“

Gleich zwei Doppelhäuser wurden am Montagmittag in Rötgesbüttel ein Raub der Flammen. Mehr als 70 Feuerwehrleute aus dem Papenteich und aus Gifhorn versuchten zu retten, was zu retten war.

Die Bewohner bleiben unverletzt. Viele von ihnen waren schon auf Arbeit oder in der Schule. Um die Kinder kümmere man sich in der Schule, heißt es beim DRK, das vorsorglich mit zwei Rettugnswagen vor Ort ist. Die Erwachsenen seien bereits versorgt. Nachbarn hätten Hilfe und Unterkunft für die Betroffenen angeboten, sagt eine Polizeibeamtin.

Entsetzt schaut ein 26-Jähriger auf das, was von seinem Elternhaus übrig geblieben ist. Seine Eltern werden nun vorläufig in seine Zweieinhalb-Zimmer-Wohnung in Gifhorn mit einziehen. Erst einmal. „Meine Eltern kommen jetzt zu mir. Es wird erst einmal eng.“ Aber es werde schon gehen.

Gegen 12 Uhr ist der Brand unter Kontrolle. Nach ersten Einschätzungen der Polizei dürften mindestens drei der vier Wohneinheiten der beiden Doppelhäuser unbewohnbar sein. Betroffen seien zwei Familien – eine davon mit zwei Kindern – und ein Singlehaushalt.

Derweil verschnaufen die Feuerwehrleute. Sie sitzen auf Terrassen der Nachbargrundstücke und unter Sonnenschirmen, die Anwohner herbei geschafft hatten. Die Getränkekästen kommen auch von den Rötgesbüttelern. Einer davon ist Pascal Germanus. „Die Jungs kriegen alles von uns“, sagt der 38-Jährige. „Die Anwohner haben uns gut unterstützt“, so Stolzenburg. „Salzstangen, Wasser – wirklich einmalig“, freut sich ein erschöpfter Feuerwehrmann über die Versorgung.

Eine Einschätzung über die Schadenshöhe mochte die Polizei am Mittag vor Ort noch nicht geben. Es sei auf jeden Fall deutlich sechsstellig.

Von Dirk Reitmeister