Menü
Wolfsburger Allgemeine / Aller-Zeitung| Ihre Zeitung aus Wolfsburg Wolfsburger Allgemeine / Aller-Zeitung| Ihre Zeitung aus Wolfsburg
Anmelden
Papenteich Das tut Adenbüttel gegen die Allergie-Raupe
Gifhorn Papenteich Das tut Adenbüttel gegen die Allergie-Raupe
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
12:44 05.09.2019
Eichenprozessionsspinner: Die Raupe ist jetzt auch in der Gemeinde Adenbüttel ein Problem geworden. Quelle: Niedersächsische Landesforsten Archiv
Adenbüttel

Der Eichenprozessionsspinner ist kein Thema mehr allein für den Osten des Kreises Gifhorn. Er hat längst auch die Gemeinde Adenbüttel erreicht. Bürgermeisterin Doris Pölig rechnet damit, dass er ein Dauerthema auch in den kommenden Jahren bleiben wird.

Im vorigen Jahr sei die Gemeinde überrascht worden. „Da hat es uns kalt erwischt, weil wir nicht geahnt hatten, dass er schon so weit gekommen ist.“ Da sei die Raupe „das erste Mal in dieser Menge“ aufgetreten, so Pölig. Im Nachhinein habe sie von Einzelfällen in den Jahren davor erfahren. 20 Eichen seien betroffen gewesen, rund 2000 Euro habe das Absaugen damals gekostet.

Gemeinde diesmal vorbereitet

In diesem Jahr sei die Gemeinde vorbereitet gewesen, so Pölig. Es gab von vornherein 4000 Euro im Haushalt zur Bekämpfung – was nicht ganz gereicht habe. Und einige Maßnahmen, die die Gemeinde voriges Jahr in Abstimmung mit der Bevölkerung kurzfristig nach Infoveranstaltungen auf die Beine gestellt hatte, seien diesmal von selbst angelaufen. Denn die Bürger seien für das Thema sensibilisiert.

So arbeiten die Einwohner mit

So seien wieder Hundebesitzer und Feldweg-Paten nach Feierabend unterwegs gewesen und hätten befallene Bäume gesichtet und gemeldet, so Pölig. Dadurch sei ein Eichenkataster entstanden. In dieser Saison seien es rund 40 betroffene Bäume gewesen. Und zum ersten Mal seien ihr Allergie-Fälle bekannt geworden, sagt Pölig: Kinder, die nahe des Sportplatzes an befallenen Eichen gespielt hätten.

Das tut die Gemeinde

„Wir haben die Bäume markiert“, sagt die Bürgermeisterin zu den Vorkehrungen. Bevor die Fachfirmen zum Absaugen kamen, seien die Bäume als Erstmaßnahme mit Sprühkleber behandelt worden. Dieser verhindere, dass die Härchen des Eichenprozessionsspinners in der Luft herum wirbelten. „Was das Absaugen aber nicht ersetzen kann.“ Das setzte die Gemeinde auf einigen privaten Grundstücken gleich mit ein, wo die Fachleute schonmal da waren. Die Kosten hätten die Eigentümer allerdings zu tragen.

Forderung an das Land zu handeln

Pölig rechnet damit, im kommenden Jahr noch mehr Geld für die Bekämpfung des Eichenprozessionsspinners einsetzen zu müssen. Die Maßnahmen des Landkreises im Drömling wisse sie zu schätzen, auch wenn es Adenbüttel nicht direkt zu gute komme, sagt Pölig. Auch das neue Verfahren mit dem heißen Schaum beobachte sie interessiert. Eigentlich sieht die Adenbüttelerin aber eine ganz andere Instanz gefragt. „Es gibt Bundesländer, die haben ihre Hoheitsaufgabe erkannt und machen das zentral.“

Von Dirk Reitmeister

Am kommenden Sonntag ist wieder Herbstmarkt in Groß Schwülper. Und was hat sich der Verein Dorf und Leben diesmal wieder einfallen lassen?

04.09.2019

Die Gemeinde muss sparen, die Bürger springen ein – damit die Vereine in Adenbüttel auch in diesem Jahr ihre Zuschüsse bekommen.

03.09.2019

Nach einem Unfall in Groß Schwülper ist die Polizei auf der Suche nach einem beschädigten Pkw. Das Fahrzeug wurde offenbar am Samstag auf dem Edeka-Parkplatz angefahren.

03.09.2019