B 4 im Kreis Gifhorn: Sachstand zum Ausbau bei Meine und Rötgesbüttel
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Papenteich B 4: Wie weit sind die Planungen für den vierspurigen Ausbau?
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B 4 im Kreis Gifhorn: Sachstand zum Ausbau bei Meine und Rötgesbüttel

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13:00 16.06.2021
Staus in Meine sind B 4-Alltag: Die AZ hat bei der Landesbehörde nachgefragt, wie weit der Sachstand zum vierspurigen Ausbau sind.
Staus in Meine sind B 4-Alltag: Die AZ hat bei der Landesbehörde nachgefragt, wie weit der Sachstand zum vierspurigen Ausbau sind. Quelle: Sebastian Preuß Archiv
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Meine/Rötgesbüttel

Die Staus auf der B 4 vor der aktuellen Baustelle in Ausbüttel reichen zeitweise kilometerweit bis nach Rötgesbüttel hinein. Wer darin ausharren muss, mag sich die Frage stellen, was aus den Plänen für den vierspurigen Ausbau der mit rund 20 000 Fahrzeugen pro Tag belasteten Nord-Süd-Magistrale durch den Südkreis geworden ist. Das Verfahren läuft seit Jahren – und Michael Peuke, Chef der Wolfenbütteler Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr, macht auf AZ-Nachfrage keine Hoffnungen, dass in absehbarer Zeit Entlastung zu erwarten wäre.

Vor viereinhalb Jahren lagen die Pläne zum Ausbau der B 4 öffentlich aus. Und dabei wird es nicht bleiben, Peuke spricht von einer zweiten öffentlichen Auslegung, die wohl im Sommer dieses Jahres erfolgen soll. Grund dafür sind die mehr als 200 Einwendungen und Stellungnahmen aus der ersten Beteiligung im Winter 2016/17, für deren Bearbeitung die Behörde mehrere Jahre gebraucht hat. Die Pläne sind seitdem nicht mehr ganz die alten, deshalb die weitere Präsentation.

Vierspuriger Ausbau der B 4 im Kreis Gifhorn: Pendler sollten nicht auf einen baldigen Baustart hoffen. Quelle: Sebastian Gollnow dpa Archiv

„Es wurden sogenannte Deckblattunterlagen auf Grundlage der vorgetragenen Einwendungen und Stellungnahmen erarbeitet“, sagt Peuke, mit was seine Leute die Jahre über beschäftigt waren. „Deckblattunterlagen werden geänderte Planunterlagen genannt. Die Unterlagen sind aktuell an die Planfeststellungsbehörde gegangen.“ Diese bereite die Unterlagen gerade für die neue Auslegung vor.

Geht dann das Spiel von vorne los? Das ist laut Peuke zu befürchten. Er rechnet fest damit, dass erneut Einwendungen und Stellungnahmen kommen. „Die neuen Stellungnahmen und Einwendungen müssen wieder bearbeitet werden. Wie umfangreich diese ausfallen, lässt sich augenblicklich nicht abschätzen“, sagt Peuke.

Das ist die Kritik an den Ausbauplänen

Im Winter 2016/17 lagen die Pläne für den vierspurigen Ausbau der B 4 um Meine und Rötgesbüttel herum öffentlich aus. Im Februar 2017 begann die Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr damit, mehr als 200 Einwendungen und Stellungnahmen zu bearbeiten. Darin ging es vor allem um Grundstücks- und Lärmbetroffenheiten sowie Kritik am Trassenverlauf westlich von Meine. Gefordert wird eine östliche Umfahrung. In der Kritik stand auch ein ursprünglich vorgesehener Wegfall der Radweg-Anbindung Vordorfs an die B 4 im Zuge der K 58. In dem Punkt hat die Behörde inzwischen reagiert und im März 2020 verkündet, zumindest eine Radwegverbindung zu erhalten.

Die Planänderungen betreffen vor allem die Kompensationsmaßnahmen für Eingriffe in die Natur sowie Anpassungen in der technischen Planung.

Damit steht auch in den Sternen, wann die Straßenbauer so wichtige Hürden wie Erörterungstermin und Planfeststellungsbeschluss nehmen. Peuke: „Die Terminierung des Erörterungstermins hängt vom Inhalt der Stellungnahmen und Einwendungen ab. Eine Terminierung ist daher gegenwärtig noch nicht möglich.“

Keine Prognose aus Wolfenbüttel für einen Baustart

Erst recht wagt Peuke keine Prognose, wann die ersten Bagger anrücken. „Für den Bau einer Bundesfernstraße müssen die Bauerlaubnis in Form des Planfeststellungsbeschlusses, Grundeigentum und Haushaltsmittel vorliegen. Daneben ist bei derartigen Bauvorhaben die Baugenehmigung sehr komplex und die Vorbereitung der Arbeiten nimmt Zeit in Anspruch. So lange noch nicht weitere Teilschritte erledigt sind, ist die Nennung eines Starttermins nicht möglich.“

Von Dirk Reitmeister