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Papenteich Herrenloses Auto im Wald bei Adenbüttel
Gifhorn Papenteich Herrenloses Auto im Wald bei Adenbüttel
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18:00 07.08.2019
Auto im Wald entsorgt: Bei Adenbüttel steht ein Ford Mondeo ohne Nummernschilder in einer Waldzufahrt. Quelle: Dirk Reitmeister
Adenbüttel

Diese Müllentsorgung beschäftigt inzwischen drei Institutionen: Ein im Wald bei Adenbüttel abgestellter Ford Mondeo ohne Kennzeichen hält Polizei, Samtgemeinde und Forstverwaltung auf Trab. Die Halterermittlung ist offenbar nicht so einfach.

Laut Polizeikommissariat Meine steht die silbergraue Limousine seit etwa zwei Wochen ohne Nummernschilder abgestellt in der breiten Waldzufahrt, dort wo die Straße aus Adenbüttel kommend in die von Rolfsbüttel nach Rötgesbüttel mündet. Dort parken auch gern Jogger und Hundebesitzer. Inzwischen hat die Polizei einen Zettel unter das Wischerblatt geklemmt, dass niemand mehr den Wagen melden müsse, dieser den Behörden bekannt sei.

Ordnungsamt will Halter ermitteln

Allerdings bislang nur der Wagen, nicht der Halter. Mit dessen Ermittlung ist zurzeit das Ordnungsamt der Samtgemeinde Papenteich befasst, so Samtgemeindebürgermeisterin Ines Kielhorn. Eingreifen müsse allerdings jemand anderes – der Grundstückseigentümer, in diesem Fall die Staatsforsten. „Dieses Fahrzeug steht nicht im öffentlichen Verkehrsraum, sondern auf einer privaten Fläche des Forstamtes.“

Revierförster kann Auto nicht einfach entfernen lassen

Doch der zuständige Revierförster könne nicht einfach einen Abschleppunternehmer beauftragen, sagt Forstverwaltungs-Sprecher Dennis Glanz. Auf der grünen Umweltplakette an der Windschutzscheibe des Ford stehe zwar ein Kennzeichen, aber das gehöre zu einem Citroen. Der entsprechende Halter streite ab, dass der Ford seiner sei. „Das Fahrzeug wird dort stehen bleiben, bis es sich geklärt hat“, sagt Glanz. Der Revierförster soll jedenfalls nicht Gefahr laufen, wegen eines Diebstahls belangt zu werden, nur weil er den Wagen dort entfernen lässt.

Offenbar stört der Ford an der Stelle nicht. „Es geht keine akute Gefahr von dem Fahrzeug aus“, sagt Kielhorn. „Es läuft kein Öl aus.“

Förster sprechen von organisiertem Müllabladen

Mit Müll im Wald haben es die Förster immer häufiger zu tun, sagt Glanz. Vor allem im Bereich Meine, Vordorf und Eickhorst. Er spricht schon von „organisierten Abladungen“, zum Beispiel von Malerabfällen. Die Entsorgung übernehmen ihm zufolge Landkreis oder Kommunen. Probleme gebe es auch mit Gartenabfällen, durch die sich ungewollte Einwanderer wie Indisches Springkraut und wilder Hopfen verbreiteten.

Den Fall des Mondeo bezeichnet Glanz als außergewöhnlich. „Das ist ein kurioser Fall. Das haben wir so noch nicht gehabt.“ Kielhorn kann darüber nur den Kopf schütteln: „Ich weiß nicht, wie man auf so eine Idee kommt.“ Beiden wäre lieber gewesen, der Eigentümer hätte das Angebot jenes Gebrauchtwagenhändlers angenommen, der seine Visitenkarte ans Seitenfenster gesteckt hatte.

Von Dirk Reitmeister

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