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Papenteich Auch Jugendwehr leidet unter den Brandfolgen
Gifhorn Papenteich Auch Jugendwehr leidet unter den Brandfolgen
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19:55 16.07.2019
Abgebrannt: Das Feuerwehrhaus in Grassel wurde ein Raub der Flammen – darunter leidet auch die Jugendfeuerwehr. Quelle: Torben Niehs
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Grassel

Der Brand des Gerätehauses der Freiwilligen Feuerwehr Grassel trifft nicht nur die aktiven Einsatzkräfte. Auch die Jugendwehr hat vieles verloren, zum Teil auch Dinge, die sich nicht einfach nur durch Geld ersetzen lassen.

Nach dem Brand des Gebäudes – angesichts der weiteren Feuer in diesem Bereich in den vergangenen Wochen gilt Brandstiftung als Ursache als wahrscheinlich – hat die Wehr viel Anteilnahme erfahren. „Viele Leute und Unternehmen sprechen mich an und spenden. Dafür kann ich mich nur bedanken“, sagte Ortsbrandmeister Jan Klages. Und auch die Versicherung arbeite, um den Schaden ersetzen zu können. Aber Lob gab es auch für seine Kameraden. „Die sind jederzeit vor Ort, wenn ich sie brauche. Das ist beispiellos.“

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Es geht auch um Ideelles, das verbrannt ist

Doch nicht jeder Schaden lasse sich einfach mit Geld beheben. Vor allem der Nachwuchs habe auch ideelle Werte verloren. „Wir haben mit den Kindern und Jugendlichen beispielsweise während der Wintermonate eigene große Spiele gebaut wie einen XXL-Wackelturm aus Holz. Das Material sollte eigentlich vor ein paar Tagen beim Zeltlager zum Einsatz kommen.“ Doch daraus wurde nichts. „Das fehlte uns natürlich“, so Klages.

Auch Kleidung war vom Brand betroffen

Und auch die Kleidung der jungen Leute sei während des Brandes im Gerätehaus gewesen. „Jetzt prüft eine Spezialfirma, ob wir die Bekleidung reinigen lassen können oder ob sie ersetzt werden muss.“ So wie die 34 Helme der Aktiven, die zu guter Letzt doch noch in die Mülltonne wandern. Klages: „Da ist vieles noch in der Schwebe.“

Auf den Dienst der Jugendwehr wirkt sich das ausgebrannte Gerätehaus nicht aus – vorerst. Denn derzeit herrscht wegen der Schulferien Sommerpause. Doch ab August sieht das wieder anders aus. Zwar steht nebenan das Dorfgemeinschaftshaus, in dem die Grasseler Ortswehr einen Raum mit nutzen kann, und auch der Übplatz der Feuerwehr kann bei gutem Wetter genutzt werden. „Da müssen wir kurzfristig stärker rein“, so Klages. Doch langfristig würde wieder ein separates Gerätehaus benötigt.

Lob an die Verwaltung

Dazu steht Klages im Gespräch mit Samtgemeindebürgermeisterin Ines Kielhorn. Denn ein Neubau des Gerätehauses war ohnehin angedacht – ob er jetzt vorgezogen werden kann und welche provisorischen Lösungen bis zum Bezug möglich sein, muss sich zeigen. Klages lobt die Kooperation mit Gemeinde und Samtgemeinde nach dem Brand und die kurzen Dienstwege – und hofft, dass diese auch in Sachen Neubau helfen können.

Von Thorsten Behrens

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