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Gifhorn Papenteich Das verteuert das neue Baugebiet Kreuzwinkel
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18:00 06.12.2019
Ungeahnte Mehrkosten: Beim geplanten Baugebiet Kreuzwinkel in Abbesbüttel sind nun auch noch Ausgleichsmaßnahmen notwendig geworden. Der Planungsausschuss der Gemeinde Meine stimmte zu. Quelle: dpa Archiv
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Das Baugebiet Kreuzwinkel in Abbesbüttel wird für die Gemeinde Meine teurer als ursprünglich gedacht. Grund sind die Ergebnisse eines Gutachtens zum Erhalt der Artenvielfalt, das jetzt der Planungsausschuss der Gemeinde diskutierte. Demnach sind umfangreiche Ausgleichsmaßnahmen erforderlich, will man nicht später einmal eine Klage gegen den Bebauungsplan riskieren.

Schutz für Fledermäuse: Im Zuge der Erschließung des Baugebiets Kreuzwinkel müssen Nistkästen aufgehängt werden. Quelle: dpa Archiv

Laut Gutachten sind die Ausgleichsmaßnahmen unabdingbar. Das Baugebiet soll einmal zwischen 35 und 40 Grundstücke bieten, entsprechend umfänglich sei für Ausgleich zu sorgen. Erforderlich wäre die Umwandlung von 5 000 Quadratmetern Ackerland in Brachland, außerdem müssten Nistkästen für Fledermäuse aufgehängt und ein fünf Meter breiter Heckenstreifen am Südrand des Baugebietes angelegt werden für Vögel.

Gemeinde könnte Klage drohen

Der Planer wies darauf hin, dass eine Weigerung dazu führen könnte, dass der Bebauungsplan einmal auf dem Klageweg angegriffen werden könnte. Denn für viele im Ausschuss waren die geforderten Maßnahmen nicht komplett nachvollziehbar: Die Vogelarten etwa seien schließlich auch jetzt schon in vielen Hausgärten zu finden, auch ohne besondere Heckenstreifen.

Weitere Kosten für die Gemeinde

Für die Gemeinde bedeuten zusätzliche Ausgleichsmaßnahmen weitere Kosten, größter Faktor dürfte der Landbedarf für die Umwandlung von Acker in Brachland dabei sein. Ohne Zahlen zu nennen, wies Bürgermeisterin Ute Heinsohn-Buchmann darauf hin, dass ein Teil der Verkaufserlöse aus dem Neubaugebiet dadurch aufgefressen würde. Ausgleichen ließe sich das für die Gemeinde wiederum nur durch eine Verteuerung der Grundstücke. Dazu mochte der Planungsausschuss aber noch keine Empfehlung abgeben. Zunächst sprachen sich die Politiker für die Ausgleichsmaßnahmen aus, denn eine spätere Klage gegen den Bebauungsplan wollte man auch nicht.

Verzögerung bei Querungshilfe in Abbesbüttel

Ebenfalls in Abbesbüttel sollte eine Querungshilfe dazu beitragen, dass die vielbefahrene Durchgangsstraße von Fußgängern besser und sicherer überquert werden kann. Der Beschluss dazu datierte bereits aus dem vergangenen Jahr – doch nun steht man wieder ganz am Anfang. Zum Hintergrund: Verschiedene mögliche Standorte für die Querungshilfe waren diskutiert worden, der Landkreis als Genehmigungsbehörde hatte zunächst eine Planung von der Gemeinde gefordert, um diese dann prüfen zu können. Die Planung war auch schon vorgelegt worden beim Landkreis. Aber jetzt sprach sich der Planungsausschuss der Gemeinde überraschend dafür aus, doch lieber eine Dunkelampel statt einer Querungshilfe bauen zu wollen.

„Damit steht das Verfahren aber wieder ganz am Anfang“, sagte Ute Heinsohn-Buchmann. Besonders der Ausschussvorsitzende René Berggrün, zugleich seinerzeit auch der Antragsteller für die Querungshilfe, machte aus seiner Enttäuschung über die zeitraubende Kehrtwende keinen Hehl.

Von Chris Niebuhr

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