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Meinersen Weniger Plastikmüll auf Friedhöfen
Gifhorn Meinersen Weniger Plastikmüll auf Friedhöfen
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18:00 31.01.2019
Plastikfreie Friedhofsmulden: Friedhofsbesucher sollen für den Umweltschutz sensibilisiert werden und künftig Plastikmüll wieder mit nach Hause nehmen.
Plastikfreie Friedhofsmulden: Friedhofsbesucher sollen für den Umweltschutz sensibilisiert werden und künftig Plastikmüll wieder mit nach Hause nehmen. Quelle: Hilke Kottlick
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Samtgemeinde Meinersen,

Für weniger Plastikmüll auf den Friedhofen will jetzt die Gruppe CDU/Bündnis 90 Grüne im Samtgemeinderat Meinersen sorgen. Die Besucher werden künftig geben, Abfälle aus Grabgestecken oder leere Pflanztöpfe wieder mit nach Hause zu nehmen. Weitere Details formuliert jetzt der Fachausschuss.

Zum Thema Mikroplastik kann jeder etwas beitragen

Grünen-Mitglied Pesi Daver informierte dazu während der Klausurtagung der Gruppe. Danach ist „Mikroplastik ein Thema, zu dem jeder Bürger etwas beitragen kann“. Diesem Vorstoß folgte die Gruppe CDU/Grüne.

Danach soll ein Müll-Einsparungs-Beitrag auch auf den Friedhöfen geleistet werden. So könnten Besucher aufgefordert werden, Plastik- und Restmüll wieder mit nach Hause zu nehmen und nicht in die Friedhofsmulden zu werfen. Denn die sind laut Daver ausschließlich für kompostierbare Abfälle vorgesehen.

Werden Plastikabfälle aus Gestecken oder Pflanztöpfen hineingeworfen, geraten sie laut Daver in einen Kreislauf, in dem der Biomüll zunächst zusammen mit dem versteckt enthaltenen Plastikmüll geschreddert wird. Im Anschluss wird er als Kompost auf Felder und Gärten ausgebracht und von Tieren an Land und in den Flüssen und Meeren aufgenommen. „Der Plastikmüll landet somit wieder in der Nahrungskette.“

Bürger für das Thema sensibilisieren

Um Bürger für das Thema Plastikmüll zu sensibilisieren, wird jetzt überlegt, eine entsprechende Infobroschüre zu entwerfen, die auch an Floristen und Bestatter verteilt werden soll. Zudem werden Umweltschutz sowie die Ordnung und Sauberkeit auf Friedhöfen in die Friedhofssatzung übernommen und es sollen Erwerber von Grabstätten in der Samtgemeinde ebenfalls ausdrücklich auf das Thema hingewiesen werden.

Von Hilke Kottlick