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Meinersen Neuer Bauwagen: Da brummen die Heidebären
Gifhorn Meinersen Neuer Bauwagen: Da brummen die Heidebären
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20:03 07.08.2019
Nagelneu: Die Kinder der Waldkita Heidebären freuen sich mit dem Erziehern Kerstin Wenzel und Markus Nueske über ihren komfortablen Bauwagen. Quelle: Hilke Kottlick
Meinersen

Der Duft des frischen Holzes der Vertäfelung liegt in der Luft. Die grün gerahmten Fenster lassen viel Sonnenlicht herein. Ein großes Regal für allerlei Krams rahmt die Stirnseite. Zwei Tische laden zum Basteln ein. Auf einem Zweiplatten-Herd ist ruckzuck der Tee fertig und eine kleine Toilette steht auch im Extra-Raum bereit. Das, was nach einer komfortablen Ferienwohnung aussieht, ist eigentlich ein Kita-Gruppenraum. Dabei ist dieser Raum so urig wie die Kita selbst – es ist der nagelneue Bauwagen der Heidebären-Waldkita in Meinersen.

Schmucke rollende Unterkunft

„Am 25. Juli wurde der Bauwagen geliefert“, freuen sich die Erzieher Kerstin Wenzel und Markus Nueske gemeinsam mit den Kita-Kindern über die schmucke rollende Unterkunft. Die steht jetzt mitten in dem von ihnen genutzten Wald weit hinter der Meinerser Ameisen-Grundschule. 70 000 Euro kostet der Bauwagen, hatte Claudia Mielke als Vorsitzende des Elternvereins im Januar Zahlen genannt. Der alte Bauwagen war ihrer Auskunft zufolge bereits bei der Gründung der Waldkita Heidebären vor zehn Jahren gebraucht gekauft worden. Regen und Sturm, Sonne und Hagel hatten gemeinsam mit dem Zahn der Zeit dafür gesorgt, dass das alte Vehikel ausgemustert wurde. Reparaturen wären laut Mielke zu teuer gewesen. Da lautete das Fazit für den Vereinsvorstand der Kita, einen Finanzierungsplan für einen neuen, etwa 70 000 Euro teuren Bauwagen zu erstellen. Dabei war unter anderem eine Eigenbeteiligung der Kita in Höhe von 20 000 Euro geplant, zudem habe der Samtgemeinderat Meinersen einen Zuschuss in Höhe von 51 000 Euro bewilligt vor dem Hintergrund, mit der Waldkita ein zusätzliches Angebot in der Kita-Landschaft der Samtgemeinde zur fördern.

Sechs Monate Bauzeit

Die Finanzierung stand, die Kitagruppe auf Rädern konnte bestellt werden. „Solche Unterkünfte werden mittlerweile komplett ausgebaut von Tischlereien angeboten“, erfuhren die Eltern. Diese wünschten sich für ihre Waldkinder eine neue Bleibe für extreme Regen- und Kältefälle. So gehörten dann auch nicht nur Tische und Bänke, Schränke und Garderobe, sondern auch eine kleine Küche, Heizung, Waschbecken und eine Toilette zu den Ausstattungswünschen. Die Bauzeit betrug rund sechs Monate – jetzt ist er da – der neue Gruppenraum. Und wenn die kleinen Heidebären auch hart im Nehmen sind und den ganzen Vormittag auch bei nassem Wetter durch den Wald toben, so besteht jetzt doch die Möglichkeit, sich in der komfortablen Unterkunft zwischendurch aufzuwärmen, einen heißen Tee zu kochen oder einfach einmal im Warmen an einem Tisch ein Spiel zu spielen, zu basteln und zu malen.

Vordach fehlt noch

Die fünfjährige Frida freut sich jetzt noch auf das derzeit noch fehlende Vordach, „falls es regnet“, sagt sie. Dem ebenfalls fünfjährigen Merle hat es das Puppenspielzeug im neuen Wagen angetan und die kleine Livia ist stolz darauf, dass sie seit vier Tagen zu den Heidebären gehört und laut Erzieherin Kerstin Wenzel zum „ersten Mal gar nicht geweint hat, als die Mutti weggegangen ist“.

Kinder, Eltern und Erzieher hatten gehofft, dass der neue Bauwagen pünktlich in diese Sommer geliefert wird. Der Wunsch hat sich erfüllt – zum Sommerfest, das zum zehnten Geburtstag der Heidebären am Samstag, 31. August, gefeiert wird, ist der rollende Unterkunft längst eingerichtet.

Piratenschubkarre geklaut

Die große Freude über den neuen Bauwagen wurde jetzt ein kleines bisschen getrübt. Einmal mehr haben sich offenbar Diebe auf dem Gelände der Heidebären im Meinerser Wald herum getrieben und dabei aktuell eine von drei Piratenschubkarren geklaut. „Wir vermissen die Schubkarre seit dem 1. August“, sagt Erzieherin Kerstin Wenzel. Eine Heidebären-Mutter hat dann auch auf Facebook gepostet, dass die Schubkarre von den Kitakindern „schmerzlich vermisst“ wird und die kleinen Heidebären so erfahren mussten, „dass es Diebe nicht nur im Märchen gibt“.

Immer wieder Vandalismus

Sie schreibt weiter, dass es in den vergangenen Jahren immer wieder Ärger mit „schlimmem Vandalismus von Graffitis am Bauwagen über zerschlagene Bierflaschen im Wald bis hin zu Einbruch und Zerstörung der Basteleien der Kinder“ gab. Und sie teilt in Richtung der Diebe mit: „Wir wissen, diese Schubkarren sind absolut cool, aber stellt euch vor – sowas gibt es doch tatsächlich zu kaufen! Das muss man nicht klauen.“ Ihr Rat letztlich – die Heidebären würden sich wahnsinnig freuen, wenn der Dieb die Schubkarre einfach wieder zurückbringt.Erzieher Markus Nueske ergänzt dazu, dass das Gelände der Heidebären immer mal wieder das Ziel „großer Schulkinderstreiche“ ist.

Schornstein verstopft

Er erinnert sich dabei aber auch an eine Tat, die nicht lustig, sondern hochgradig gefährlich war. Danach hatten nächtliche Eindringlinge den Schornstein des alten Bauwagens mit Nadeln und Kiefern verstopft. Wäre das nicht rechtzeitig entdeckt worden, hätte das böse enden können.

 

Von Hilke Kottlick

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