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Meinersen Straßen nach Feuerwehrleuten benennen?
Gifhorn Meinersen Straßen nach Feuerwehrleuten benennen?
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06:00 10.08.2019
Tjadina Heuer vor der Gedenktafel am Ehrenmal im Wald bei Meinersen: Die Schülerin hat jetzt beantragt, dass fünf Straßen die Namen der Brandopfer tragen sollen, die bei der Waldbrandkatastrophe 1975 ums Leben kamen. Quelle: Foto: Hilke Kottlick
Meinersen

Ihr erster Vorstoß stammt aus dem Jahr 2015. Anliegen der damaligen Realschülerin Tjadina Heuer aus Meinersen war es, an die Opfer der Waldbrandkatastrophe im Jahr 1975 zu erinnern – mit Installation einer Gedenktafel am Ehrenmal im Wald bei Meinersen und einem Hinweisschild am Leiferder Weg, das den Weg zum Gedenkstein weist. Beides wurde realisiert. In Vergessenheit geraten ist aber offenbar der dritte Antrag der heute 18-jährigen BBS-Schülerin. Zur Erinnerung an die fünf Männer, die bei der Brandkatastrophe ihr Leben ließen, hatte Tjadina Heuer angeregt, dass fünf Straßen in Meinersen nicht wie sonst üblich nach Politikern oder Dichtern, sondern nach diesen Brandopfern benannt werden – sie wiederholt jetzt diesen Antrag.

Männer verdienen namentliche Würdigung

„Im Neubaugebiet in Meinersen in Richtung Dalldorf bietet sich das jetzt an“, schlägt die 18-Jährige vor. Sie möchte damit an die Opfer aus Fallersleben – Kurt Fischer, Gerhard Schlie und Helmut Wille – sowie an die Brandschützer aus HohenhamelnHartmut Oelkers und Otto-Oskar Könneker – erinnern. Diese Feuerwehrleute haben laut Tjadina Heuer ihr Leben verloren, „weil sie in ihrer Freizeit ehrenamtlich in der Feuerwehr tätig waren und Meinersen vor dem Feuersturm schützten“, sagt sie und erinnert daran, dass das „jüngste Opfer erst 16 Jahre alt war“. Der Schülerin zufolge „verdienen diese Männer die namentliche Würdigung“. Sie sucht deshalb für ihr Anliegen jetzt erneut die Unterstützung im Rathaus und vom Gemeinderat in Meinersen.

Antrag im Rathaus abgegeben

Ein entsprechendes Schreiben hat sie aufgesetzt und den Antrag in der Hoffnung auf eine zeitnahe Reaktion am Donnerstag im Rathaus Meinersen für Samtgemeindebürgermeister Eckhard Montzka abgegeben und ebenso für den örtlichen Gemeindedirektor Carsten Dietrich. Auch Bürgermeister Thomas Spanuth habe sie ihren Antrag überreicht. „Ich war außerdem noch bei Kai Ludolf“, sagt sie. Dort gab es bereits ein Echo: „Der Meinerser Ortsbrandmeister findet die Idee gut“, sagt die Schülerin, er stehe dem Antrag positiv gegenüber.

Großvater war auch im Einsatz

„Mein Großvater gehörte 1975 zu den Feuerwehrleuten, die bei der Brandkatastrophe im Einsatz waren“, berichtet die junge Meinerserin. Seine Erzählungen hätten sie für dieses Thema sensibilisiert, das im Unterricht in der Schule kaum angesprochen wurde, wie sie bedauert. Für Tjadina Heuer umso mehr Anlass, sich erneut stark zu machen, „damit das nicht alles in Vergessenheit gerät“.

Ein Teil Meinerser Geschichte

So könnte es „beispielsweise im jüngst geplanten Baugebiet Richtung Dalldorf einen Kurt Fischer Weg geben mit einem kleinen Hinweisschild, weshalb die Straße diesen Namen trägt“, schlägt sie vor und sagt: „Diese Katastrophe ist ein Teil Meinerser Geschichte und sollte auch heute im Dorf präsent sein und bleiben.“

Von Hilke Kottlick

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