Unfall in Müden: Polizei sieht Lupo-Fahrer (35) als Verursacher an
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Meinersen Ursache des Unfalls bei Müden geklärt
Gifhorn Meinersen

Unfall in Müden: Polizei sieht Lupo-Fahrer (35) als Verursacher an

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15:55 30.06.2020
Unfall auf der L 283 bei Müden: Laut Polizei soll der 35-jährige Lupo-Fahrer der Verursacher sein. Quelle: Sebastian Preuß
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Müden

Gemeinsam haben Beamte der Polizei Meinersen und ein Sachverständiger aus Celle die Ursache für den schrecklichen Unfall am Montag auf der L 283/Kreuzung Alte Poststraße geklärt. Demnach soll ein Lupo-Fahrer (35) beim Queren der Landesstraße den Motorradfahrer (17) übersehen haben.

„Der Unfall ereignete sich um 16.54 Uhr“, sagt Frank Köhler von der Meinerser Polizei. Zu diesem Zeitpunkt sei der 17-jährige Hohner mit seinem Yamaha-Krad auf der L 283 in Richtung Müden unterwegs gewesen. Der Lupo-Fahrer (35) aus Müden habe sich auf der Alten Poststraße befunden und habe die L 283 in Richtung Biogas-Anlage überqueren wollen. Dabei habe er den von links kommenden Kradfahrer übersehen.

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Hubschrauber im Einsatz

Beide Fahrzeuge krachten im Kreuzungsbereich mit Wucht zusammen. Der schwarze Lupo rutschte danach in den Straßengraben, auch der Kradfahrer – er prallte gegen die Windschutzscheibe und wurde über den Kleinwagen geschleudert – landete mit lebensgefährlichen Verletzungen neben dem Lupo im Graben. Der 17-Jährige kam mit einem Rettungshubschrauber in das Nordstadt-Krankenhaus Hannover, der 35-Jährige mit schweren Verletzungen ins Gifhorner Klinikum.

„Die L 283 wurde erst um 19.30 Uhr wieder für den Verkehr freigegeben“, so Köhler. Die Meinerser Polizei schätzt den Schaden auf 6000 Euro. Viele Helfer – darunter 44 Feuerwehrleute – waren im Einsatz.

Keine Unfallhäufung

Laut Winfried Enderle, Statistik-Experte der Gifhorner Polizei, handelt es sich bei der Kreuzung um keine Unfallhäufungsstelle. Von 2011 bis Anfang 2019 habe es an dieser Stelle überhaupt keine Unfälle gegeben. Lediglich Ende Mai sei es dort zu einem Unfall gekommen, bei dem eine 75-Jährige ihr Leben verlor.

Von Uwe Stadtlich