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Meinersen Storch frisst Gummibänder
Gifhorn Meinersen Storch frisst Gummibänder
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19:00 11.08.2015
Fast erstickt: Mitarbeiter des Nabu-Zentrums retteten einen Storch, der Gummibänder verschluckt hatte.
Fast erstickt: Mitarbeiter des Nabu-Zentrums retteten einen Storch, der Gummibänder verschluckt hatte.
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Ende Juli war im Artenschutzzentrum ein Storch aus Hohne aufgenommen worden, teilt Zentrumsleiterin Bärbel Rogoschik mit. Der junge Storch war aus dem Nest gesegelt und kam nicht mehr zurück.

Der Jungstorch machte einen etwas abwesenden Eindruck und kam alleine in eine Voliere zur Beobachtung. Am zweiten Tag fraß er zögerlich, am Folgetag warf er Gewölle aus, das mit farbigen Gummibändern durchsetzt war. „Das war ein schlechtes Zeichen“, sagte Bärbel Rogoschik in Erinnerung an einen toten Storch, in dessen Magen sie einen Klumpen Gummibänder gefunden hatte. „Störche halten Gummibänder wohl für eine Art Regenwurm und nehmen diese auf“, meint sie.

Nach Rücksprache mit der Tierärztlichen Hochschule Hannover wurde gewöllbildende Nahrung verfüttert, die das Hochwürgen unverdaulicher Gummibänder erleichtern sollte. Nach ein paar Tagen kam das nächste Gewölle mit Gummibändern.

Einige Zeit später hatte der Storch einen großen Klumpen im Hals, der die Größe zweier Tennisbälle hatte. Eile war angesagt, da er dies zwar hochgewürgt hatte, aber nicht auswerfen konnte. Mit Hilfe eines Greifinstrumentes konnten die Mitarbeiter dem jungen Storch mehr als 190 Gummibänder vorsichtig aus dem Hals ziehen.

Es bleibt nun abzuwarten, wie der Pflegling alles übersteht und ob noch weitere Gummibänder erscheinen werden.