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Meinersen So feiert das Künstlerhaus seinen 30. Geburtstag
Gifhorn Meinersen So feiert das Künstlerhaus seinen 30. Geburtstag
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06:00 11.05.2019
Künstlerhaus Meinersen: Der 30. Geburtstag wird mit Ausstellungen, Ministerbesuch und Sommerfest gefeiert.
Meinersen

Das Künstlerhaus Meinersen feiert in diesem Jahr 30-jähriges Bestehen. Anlass zum Feiern. Laut Vereinschef Ernst Posselt aber nicht mit der großen Sause, sondern eher klein und fein – über das Jahr verteilt mit Minister-Besuch, Ausstellungen, Sommer-Akademie, musikalischem Frühschoppen.

Der Startschuss ist gefallen

Der Startschuss im 30. Geburtstagsjahr des Künstlerhauses in Meinersen fällt laut Ernst Posselt mit der Ausstellung von Simon Pasieka, die am Freitagabend eröffnet wurde. Pasieka ist einer der ersten Stipendiaten im Künstlerhaus Meinersen. Heute lebt der international gefragte Maler in Paris, anlässlich des Künstlerhaus-Geburtstages kehrt er nach Meinersen zurück.

Stipendiaten, Ausstellungen, Aktionen: Das Künstlerhaus Meinersen blickt auf eine 30-jährige Geschichte zurück.

Geburtstagsgäste aus Kunst, Politik und Verwaltung

Geburtstagsgäste aus den Bereichen Kunst, Politik und Verwaltung finden sich laut Posselt dann am Montag, 13. Mai, gegen 17 Uhr im Künstlerhaus ein. Zu ihnen wird auch Björn Thümler gehören. „Der Niedersächsische Minister für Wissenschaft und Kultur spricht über Künstlerförderung in Niedersachsen“, blickt Posselt voraus. Er nennt weiter Programmpunkte des Tages.

Referat über Künstlerförderung

So wird der Meinerser Bürgermeister Thomas Spanuth an diesem Tag das Grußwort sprechen, es folgt eine künstlerische Einlage, im Anschluss referiert Landrat Dr. Andreas Ebel und ebenso wie Minister Thümler wird auch Thomas Rentmeister, Bildhauer und Professor an der Hochschule für Bildende Künste in Braunschweig, zum Thema Künstlerförderung referieren. „Die Künstler werden ebenfalls vor Ort sein und ihre Ateliers öffnen“, informiert der Chef des Künstlerhausvereins. Und er nennt weitere Geburtstagspläne.

Sommerakademie und Frühschoppen

Demnach mündet die Sommerakademie, die in diesem Jahr vom 7. bis 14. Juli – „von Sonntag bis Sonntag“ – geplant ist, in einen musikalischen Frühschoppen, bei dem die Öffentlichkeit gern gesehen ist. Die Band Scotland & Yard sorgt Posselt zufolge dabei wieder für den musikalischen Rahmen. Weiterhin sind Ausstellungen der Stipendiaten geplant. So auch die Abschlusspräsentation von Lisa Hauke Ende August.

Feier im kleinen Kreis

Der Künstlerhausverein möchte den runden Geburtstag nicht mit großer Party, sondern im kleinen Kreis feiern. Aber eins steht laut Posselt fest: „Die 30 Jahre werden gewürdigt.“

Ein Blick in die Geschichte

Der Berliner Bund Bildender Künstler kaufte Mitte der 1980er Jahre das Meinerser Fachwerkhaus für 360.000 Mark von der Gemeinde Meinersen. Vor dem Hintergrund, Ateliers an Berliner Künstler zu vermieten, begann eine aufwendige Renovierung, blickte Dirk Bösenberg, ehemals Vorsitzender des Vereins Künstlerhaus, bereits zum 25-jährigen Bestehen zurück. Wie Bösenberg fand, „war das eine Schnapsidee“, weil die Künstler gar kein Geld hatten, um sich teure Ateliers leisten zu können. Fazit damals: Die Gemeinde Meinersen kaufte das renovierte Haus zurück. Laut Bösenberg flossen dafür 600.000 Mark, Kreis und Land beteiligten sich jeweils mit 200.000 Mark. Es galt damals zu klären: „Was wird aus dem Haus?“ Eine Gruppe, bestehend aus sieben Vertretern aus den Bereichen Kunst, Hochschule, Politik, Verwaltung und Großindustrie entwickelte ein Konzept.

Ziel dabei sei es gewesen, begabten Künstlern nach dem Studium mit einem Stipendium einen sorgenfreien Start in die Karriere zu ermöglichen, kurz – sie zu fördern. Anfangs seien gute Einnahmen verzeichnet worden. Überregionale Förderer, VW, Auswärtiges Amt, Hochschulen waren laut Bösenberg dabei. „Alle Mitglieder arbeiteten ehrenamtlich und ohne Honorar“, sagt er. Es lief gut – sieben Jahre lang.

Dann folgten magere Jahre: „Die überregionale Förderung wurde eingestellt.“ Grund: Die Bedeutung des Künstlerhauses über die Region hinaus war für die Sponsoren nicht überzeugend gewesen. Waren Bösenberg zufolge in der Blütezeit vier bis fünf Stipendiaten im Haus, kamen jetzt nur noch zwei. Allein die regionale Förderung klappte nach wie vor recht gut, das Budget wurde etwas kleiner. Dann bekamen auch regionale Förderer Probleme – ein VW-Zulieferer, eine Brauerei hatten unterschiedliche Gründe, sich zurückzuziehen. Es folgte die Einbeziehung der Gemeinde, Bösenberg legte sein Amt nieder, 2008 übernahm dann Ernst Posselt das Ruder.

Von Hilke Kottlick

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