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Meinersen Schüler präsentiert App für Pendler aus der Region
Gifhorn Meinersen Schüler präsentiert App für Pendler aus der Region
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00:18 18.12.2018
Eine App für Pendler: Schüler Timon Franke stellte dem Meinerser Rat sein Projekt vor.
Eine App für Pendler: Schüler Timon Franke stellte dem Meinerser Rat sein Projekt vor. Quelle: dpa (Archiv)
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Meinersen

Der Rat der Gemeinde Meinersen setzt auf umweltfreundliche Verbesserung in Sachen Mobilität und Verkehr. So sprach sich das Gremium in jüngster Sitzung für den Antrag der Gruppe CDU/FDP/Grüne auf Prüfung und Verbesserung des öffentlichen Nahverkehrs und die Ausweitung von Tarifzonen aus. Timon Franke, Schüler des Sibylla-Merian-Gymnasiums, stellte dazu eine Pendler-App vor.

Was die App können soll

„Es gibt in der Region viele Pendler nach Wolfsburg“, erläuterte der 16-Jährige. Viele würden einzeln fahren, das sei schlecht für die Umwelt. Eine Pendler-App könnte bestimmte Routen enthalten, ebenso Ankunfts- und Abfahrtzeiten, und sie vermittele Fahrer und Suchende.

Die Vorstellung der App stieß auf Zustimmung im Rat, nicht so aber bei einem Zuhörer. Er gab zu bedenken, dass VW seinen Mitarbeitern Handys zur Verfügung stelle und diese App nicht für alle Geräte geeignet sei.

„Vielleicht sponsert VW das Projekt“, schlug Hinnerk Bode-Kirchhof (CDU) vor, Kontakt zu Volkswagen aufzunehmen. „Wir sollten das Projekt des Schülers unterstützen, diese App wird speziell für unsere Region entwickelt“, meinte Bürgermeister Thomas Spanuth. Weitere Beratungen in den Fachausschüssen sollen jetzt folgen.

Diskussion über Zuschuss für Flüchtlingshilfe

Ein einziger Punkt sorgte für Diskussionen – der Antrag des Vereins Flüchtlingshilfe Samtgemeinde Meinersen auf einen Zuschuss in Höhe von 3000 Euro für die Miete eines Hauses, in dem eine Kleiderkammer, ein Reparatur-Café und Unterrichtsräume angeboten werden sollen. „Es gibt noch Unklarheiten über die Dauer der Mietzahlung“, sagte Hans-Joachim Hoffmann (Grüne) und beantragte für Januar ein interfraktionelles Gespräch mit Gemeinde, Samtgemeinde und Vereinsvertretern.

„Wir sollten dieses Projekt auf den Weg bringen und damit ein positives Zeichen für die Gemeinde setzen“, argumentierte Uwe Solkan (SPD). „Wir brauchen noch genauere Kenntnisse“, sagte Armin Wolschendorf (CDU). Mit sechs Gegenstimmen votierte der Rat für den Antrag von Hoffmann auf ein erneutes Gespräch im Januar.

Grünes Licht für den Haushalt

Nach einer Vielzahl weiterer Anträge gab es letztlich grünes Licht für den Haushalt. Der gilt dank vorhandener Rücklagen als ausgeglichen. Das Defizit wird durch Rücklagen gedeckt. Auch Großprojekte wie die Sanierung der Okerbrücke werden durchgezogen. Dafür fließen zwar Fördermittel in Höhe von 750.000 Euro, für die Sanierung wird jedoch insgesamt mit Kosten in Höhe von 1,25 Millionen gerechnet. „Wir haben gute Beschlüsse gefasst und einen guten Haushalt verabschiedet“, bilanzierte letztlich Spanuth.

Von Hilke Kottlick