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Meinersen Alle wollen Pater Anselm Grün hören
Gifhorn Meinersen Alle wollen Pater Anselm Grün hören
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15:17 13.06.2019
"Wege der Verwandlung": Pater Anselm Grün referierte auf Einladung des Meinerser Kulturvereins über den Umgang mit Emotionen. Quelle: Ron Niebuhr
Meinersen

Der vielleicht meistgelesene deutschsprachige Autor überhaupt gastierte am Mittwochabend im Meinerser Kulturzentrum: Pater Anselm Grün. Der Benediktiner-Mönch referierte dort vor einigen Hundert Zuschauern über „Wege der Verwandlung“, sprich wie man selbst Emotionen als Kraftquelle nutzen und seelische Verletzungen heilen kann.

Emotionen haben einen Sinn

Emotionen sind unverzichtbar: „Wer keine hat, kann nichts bewegen“, sagte Grün. Man sei nicht verantwortlich für seine Gefühle, wohl aber für den Umgang damit. Emotionen – auch negative! – hätten immer einen Sinn. Es bringe nichts, sie zu unterdrücken, denn damit schade man nur sich selbst.

Es sei aber auch nicht angebracht, sie hemmungslos auszuleben, denn damit verletzt man sicherlich andere. Das Ziel sei vielmehr sich zu verwandeln, getreu des Mottos: „Ich bin so, wie ich bin. Aber ich bin nicht so, wie ich von meinem Wesen her sein könnte“, erklärte Grün.

Beispiele aus dem Alltag

Der Pater veranschaulichte mit Geschichten und Beispielen aus dem Alltag, wie man mit Angst, Neid, Eifersucht, Hass, Jähzorn und Ärger umgehen sollte. Letzterem etwa könne man Positives abgewinnen, setze er doch Energie frei, um etwas anzupacken. Auch zeige er uns, dass wir mit etwas unzufrieden sind. Und: „Oft ist er ein Spiegel dessen, was wir selbst gern wären“, sagte Grün.

Wer Ärger verdrängt, entwickelt Groll und Bitterkeit und am Ende Hass. Diese „höchste Form des Ärgers“ lasse sich nicht mehr verdrängen: „Hass entlädt sich immer irgendwann – gegen uns selbst oder gegen andere.“ Wer neidisch auf Ansehen, Erfolg und Geld ist, sollte sich fragen: „Bin ich wirklich glücklich, wenn ich alles habe, was die anderen haben?“

Freude über den Andrang

„So voll war unser Kulturzentrum wohl schon lange nicht mehr“, sagte Karl-Heinz Hornbostel mit Blick in den dicht besetzten Saal. Der Vorsitzende des Kulturvereins hoffte, dass trotzdem alle Zuschauer, den Ausführungen des Referenten gut folgen konnten.

Es sei „in Zeiten, in denen WhatsApp, Google, Facebook und Co. die Welt beherrschen, der Wohlstand überquillt und die Leistungesellschaft an ihre Grenzen stößt“, gewiss wichtiger denn je, jemand wie dem studierten Theologen, Philosophen und Betriebswirtschaftler Grün zuzuhören, sagte Hornbostel. Daher sei man froh, dass er der Einladung des Kulturvereins nach Meinersen gefolgt war.

Von Ron Niebuhr

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