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Meinersen Flash Mob und Aktivisten-Song in Meinersen
Gifhorn Meinersen Flash Mob und Aktivisten-Song in Meinersen
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16:51 12.09.2019
"Plastik, Plastik": Bereits der Begrüßungssong sorgte für Stimmung im voll besetzten Kulturzentrum. Quelle: Hilke Kottlick
Meinersen

Ob Flash Mob, Aktivisten-Tanz oder der Begrüßungs-Song „Plastik“ – gesungen nach der Melodie des Liedes „Moskau“ – das, was die rund 80 Schüler der Arbeitsgemeinschaft „Sibylla kämpft gegen den Plastikmüll“ des Sibylla-Merian-Gymnasiums (SMG) jetzt im Kulturzentrum Meinersen aufführten, sorgte für Begeisterungs-Stürme des Publikums.

Und das bestand nicht nur aus Lehrern, Eltern und Mitschülern – auch Mario Rodwald war extra aus Heiligenhafen angereist. Dort hatte der mehrfache Europameister im Kite-Surfen vor zwei Wochen die Müllsammelaktion der Schule am Ostseestrandbegleitet. Und jetzt ließ es sich Rodwald nicht nehmen, an der Müll-Gala in Meinersen teilzunehmen, begleitet von zwei NDR-Fernsehteams – eines aus Hamburg und eines von Hallo Niedersachsen aus Hannover.

Als Umweltschule ausgezeichnet

„Unser Meere ersticken im Plastik-Müll“, sagte Schulleiterin Katrin Kroczek zur Begrüßung. „Wir können hier in Meinersen nicht die Welt retten, aber einen ersten Schritt dazu tun.“ Mit der Aktion ’Sybilla goes green’ positionieren wir uns als politische Menschen“, sagt die Schulleiterin weiterhin. Sie überbrachte zudem aktuelle Nachrichten und sprach von der „Dublizität der Ereignisse“. Danach sei das Meinerser Gymnasium am selben Vormittag vom Kultusministerium offiziell als „Umweltschule“ ausgezeichnet worden.

Eine etwas andere Aufführung in Bildern

Plastik-Problem angehen

„Wir haben uns auf den Weg gemacht, das Plastik-Problem anzugehen“, stellte Martin Vollrath fest. Der stellvertretende Schulleiter zählte die zahlreichen Erfolge der Plastikmüll-AG auf und stellte das weitere Programm des Abends vor. „Dabei führen Lina und Lea durch das Programm – beide haben erfolgreich am Rhetorik-Wettbewerb teilgenommen“, informierte Vollrath.

Ideen auf Kreisebene umsetzen

„Wäre ich Lehrer, würde ich dieser Aktion eine eins plus geben“, lobte Dr. Andreas Ebel. Der Gifhorner Landrat kündigte an, mit Vollrath gemeinsam zu überlegen, „welche Ideen auf Kreisebene umgesetzt werden können“. Auch der Meinerser Samtgemeindedirektor Eckhard Montzka zeigte sich begeistert von dem, was die Schule im Kampf gegen den Plastikmüllbereits alles auf den Weg gebracht hat: „Ich finde es toll, wenn die Jugend die eigene Zukunft in die Hand nimmt.“

Anhänger voller Müll

Es folgten weitere Auftritte der Schüler. Da gab es unter anderem das Plastik-Orchester, das auf Instrumenten aus Müll musizierte, und es folgte eine Modenschau aus selbst gebastelten Kunststoff-Klamotten. Rodwald stellte sich vor, die Wanderausstellung konnte besichtigt werden und zum Abschluss gab es den Müll-Knaller: Für eine Woche hatte Hinnerk Bode-Kirchhoff, Vater eines Jungen aus der Plastikmüll-AG, auf dem SMG-Schulhof einen Trecker-Anhänger abgestellt. Die Schüler waren angehalten, während dieser Woche ihren Plastikmüll auf dem Hänger zu entsorgen. Um zu demonstrieren, welche Mengen da zusammen kommen, kippte Bode-Kirchhof den Inhalt dieses Hängers dann um Abschluss der Müll-Gala vor dem Kulturzentrum auf die Straße. Es dauerte nicht lange – Gäste und Akteure packten zu und entledigten sich gemeinsam dieses Plastikmüll-Problems.

Von Hilke Kottlick

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