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Meinersen Renaturierung der Aller: Jetzt fehlt nur noch der Aussichtsturm
Gifhorn Meinersen Renaturierung der Aller: Jetzt fehlt nur noch der Aussichtsturm
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17:57 10.09.2019
Renaturierung der Alleraue bei Müden: Horst Schiesgeries setzt sich dafür ein, einen Aussichtsturm nahe des Radweges zwischen Bokelberge und Müden zu bauen. Quelle: Hilke Kottlick
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Müden

Das Projekt ist vollbracht, die Präsentation soll laut Horst Schiesgeries, Bürgermeister in Müden, noch in diesem Jahr erfolgen. Auf rund 20 Hektar landeseigenen Flächen entstand an der Aller zwischen Bokelberge und Müden ein Renaturierungsprojekt. Ziel dabei war es laut Achim Stolz, Sprecher des Niedersächsischen Landesbetriebs für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz (NLWKN), dort wieder „artentypische Strukturen herzustellen“. Gemeint sind damit ruhiger Flusslauf, Auenwald, schimmernde Libellen und gute Lebensbedingungen für Fischotter, Biber, Teichfledermaus, Kammmolch und viele Kleinfischarten.

Aussichtsturm

Das Projekt ist beendet. Jetzt fehlt laut Schiesgeries noch ein Aussichtsturm zur Naturbeobachtung. Und den möchte der Müdener Bürgermeister nicht auf der vom NLWKN angelegten Aussichtsplattform aufstellen lassen, sondern auf der anderen Seite der Aller, „am Radweg zwischen Bokelberge und Müden“.

Bingo-Umwelt-Lotterie

„Kommen Radler und vielleicht sogar Autofahrer nach Bekanntwerden des Projektes zu der Plattform, ist es dort vorbei mit idyllischer Ruhe in der Natur“, befürchtet Schiesgeries. Um trotzdem den Blick auf das Renaturierungsprojekt des NLWKN zu ermöglichen, setzt er sich für den Bau eines Holzturmes ein, dessen Treppe im Inneren des Turmes nach oben führen und damit gegen Witterungsschäden geschützt sein soll. „Die Kosten für den Turm müssen noch ermittelt werden“, sagt Schiesgeries. Er hofft dabei auf Unterstützung der Bingo-Umwelt-Lotterie.

Bürgermeister plädiert für Aussichtsturm bei Gerstenbüttel

Ideal sei der Standort für den Turm am Radweg an der Aller zwischen Bokelberge und Müden, meint der Bürgermeister, der für dieses Projekt auch bereits die Gemeinderatsfraktionen und den Landkreis mit ins Boot geholt hat. „Dort könnten Autos und Fahrräder abgestellt werden“, deutet er auf eine Fläche kurz vor der kleinen Aller-Brücke. Nur wenige Schritte entfernt könnte der Aussichtsturm zur Naturbeobachtung dann fast direkt an der Aller mit Blick auf den neu angelegten Nebenarm des Flusses aufgebaut werden. Schiesgeries möchte das Projekt noch in diesem Jahr der Öffentlichkeit vorstellen.

Neue Lebensräume schaffen

Ziel des NLWKN war es vor gut zwei Jahren, auf dem 20 Hektar großen Areal entlang der Aller wieder „auentypische Strukturen herzustellen“. Bevor der Startschuss für das Projekt im Jahr 2017 fiel, wies das Gebiet in dem Allerabschnitt bei Gerstenbüttel vorrangig Grünlandflächen auf, die mit Naturschutzauflagen genutzt wurden. Dann jedoch rückten die Planer des NLWKN an.

Teile eines Walles an einem 1,5 Kilometer langen Flussabschnitt der Aller bis zum nördlichen Talgraben wurden zurückverlegt. Diese Fläche dient nun im Hochwasserfall als Rezensionsfläche, „das Wasser kann sich ausbreiten“, erläuterte dazu NLWKN-Sprecher Stolz. Weiterhin wurde ein Nebenarm der Aller angelegt, um zwischen dem Talgraben und dem neuen Aller-Nebenarm Teilbereiche mit Auentümpeln durch eine mögliche Beweidung offen zu halten und als Grünland zu nutzen. Ziel des 714 000 Euro-Projektes war es letztlich, ideale Lebensbedingungen und neue Lebensräume für Biber, Fledermaus, Fischotter und Insekten zu schaffen. Das Projekt ist jetzt beendet, offenbar mit Erfolg wie bereits eine Fülle blühender Wiesenblumen zwischen Aller und Auentümpeln trotz anhaltender Trockenheit zeigt.

Von Hilke Kottlick

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