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Meinersen Ärger über Dornengestrüpp auf Müdener Spielplatz
Gifhorn Meinersen Ärger über Dornengestrüpp auf Müdener Spielplatz
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15:00 21.02.2019
Setzt sich für Kinder ein: Kurt Brandes ärgert sich über Dornengestrüpp auf dem Spielplatz im Grabenkamp in Müden.
Setzt sich für Kinder ein: Kurt Brandes ärgert sich über Dornengestrüpp auf dem Spielplatz im Grabenkamp in Müden. Quelle: Hilke Kottlick
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Müden

Kurt Brandes ist sauer. Der Müdener hat sich vor geraumer Zeit bereit erklärt, als Spielplatzpate auf die Anlage im Grabenkamp in Müden ein waches Auge zu haben. Da ärgert es ihn besonders, wenn Verwaltung und Behörden dunklen Sand anfahren und dichtes Dornengestrüpp auf einen Haufen werfen, anstatt es kurzerhand abzufahren. Ralf Heuer, Erster Samtgemeinderat, weiß darauf zu antworten, er steuert gegen.

Dunkler Sand statt Spielgerät

„Da heißt es andauernd, dass wir etwas für die Kinder tun müssen, und dann so etwas“, ärgert sich Brandes. Er zeigt auf mehrere Quadratmeter am Boden, die mit dunkler Erde bedeckt sind. „Da stand vorher ein Klettergerüst, das abgebaut wurde“, weiß der Spielplatzpate. Jetzt sei vom Bauhof hier der dunkle Sand angefahren worden. „Da kann doch kein Kind drin spielen“, meint der Müdener.

Arbeiter lassen Dornengestrüpp liegen

Noch mehr ärgert er sich über Dornengestrüpp am Spielplatzrand. „Einen ganzen Tag lang arbeiteten Bauhofmitarbeiter auf dem Nabu-Gelände auf der Nachbarseite“, erklärt er. Auf seine Frage, ob sie das Gestrüpp vom Spielplatz nicht kurzerhand wegfahren könnten, sei ihm geantwortet worden, dass dafür kein Auftrag vorliege und auch kein Geld eingeplant sei. Kurt Brandes kann das nicht verstehen, denn es wäre ein Leichtes gewesen, das Gestrüpp kurzerhand mitzunehmen. Er ist sauer. „Dann sollen sie sich doch einen anderen als Spielplatzpaten suchen“, grummelt der Müdener, dem nicht nur das Wohl der Kinder am Herzen liegt. Auch mit Jugendlichen, die sich auf dem Spielplatz getroffen haben, stehe er auf gutem Fuße. „Wenn ihr alles wegräumt, könnt ihr hier bleiben“, habe er sich mit der Jugend geeinigt – und alles sei in Ordnung.

Das sagt die Verwaltung

Dass ein defektes Spielgerät abgebaut und an der Stelle Boden angefahren wurde, „damit sich dort niemand verletzt“, bestätigt Erster Samtgemeinderat Ralf Heuer auf Anfrage. Der Aufbau eines neuen Gerätes sei vorgesehen. „Kommt das Ding, wird darunter Spielplatz-Sand angefahren“, verspricht er. Mit der Entsorgung des Dornengestrüpps wurde laut Heuer eine externe Firma beauftragt. Sie hat die Arbeiten noch nicht erledigt, „wir werden da nachharken“, verspricht er. Heuer vermutet, dass die Bauhofmitarbeiter von diesem Fremdauftrag wussten, und deshalb das Dornengebüsch nicht entfernt haben. Er verweist abschließend auf regelmäßige Kontrollen der Spielplätze und appelliert nicht nur an Spielplatzpaten, sich bei Auffälligkeiten an die Verwaltung zu wenden.

Von Hilke Kottlick