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Meinersen Meinerser Kita feiert 50. Geburtstag
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20:00 26.04.2019
50 Jahre Kita Gajenberg: Angela Lippe blickt zurück und lädt zum Feiern ein. Quelle: Hilke Kottlick
Meinersen

Es war der erste Kindergarten in der Gemeinde Meinersen. 50 Jahre ist es her, dass diese Einrichtung gegründet wurde. Anlass für Angela Lippe, Chefin der DRK-Kita Am Gajenberg, zurückzublicken und gleichsam zum Feiern einzuladen.

„1969 wurde der erste Kindergarten im Meinersen im alten Amtsrichterhaus – dem heutigen Künstlerhaus – gegründet“, erinnert Angela Lippe an die Anfänge. Das Ehepaar Renate und Günther Quosdorf nahm dafür die Fäden in die Hand – er in der Politik, sie als ausgebildete Erzieherin. Gemeindevertretern und Kommunalpolitikern gefiel offenbar der Plan, eine erste Kita in Meinersen anzusiedeln. In den Räumen des altem Amtsrichterhauses fand die Einrichtung eine Bleibe, „unter Trägerschaft der Gemeinde“, sagt Angela Lippe. Wann genau das DRK diese Trägerschaft übernommen hat, kann sie derzeit nicht sagen – „nach diesem Datum wird noch geforscht“.

Die Mitarbeiter bei Planung mit einbezogen

Wegen teurer Sanierungskosten des alten Amsrichterhauses reifte der Plan, einen neuen Kindergarten zu bauen – am Schulzentrum Am Gajenberg. „Architekt Hans-Joachim Bühring hat damals bei der Planung pädagogische Mitarbeiter mit einbezogen“, weiß die Kita-Chefin. Das habe sich bis heute bewährt. „Sonnenschein dringt durch das Dachfenster, wir haben einen Bewegungsraum, der nach Bedarf mit einer Zieharmonika-Tür vergrößert oder verkleinert werden kann und durch die Wahl vieler natürlicher Materialien ist es bei uns richtig wohnlich und heimelig“, schwärmt die Chefin. Vier Kita-Gruppen wurden eingerichtet, eine Krippe gibt es an diesem Standort nicht.

Veränderte Betreuungszeiten

Verändert haben sich im Laufe der Jahre die Betreuungszeiten. „Wurden die Kinder früher von 8 bis 12 und von 13 bis 17 Uhr betreut, ist es heute eher ein Ganztagsbetrieb von 7 bis 17 Uhr, mit Früh- und Spätgruppe.“

Laut Angela Lippe ist auch im Verhalten der Eltern eine Veränderung festzustellen. „Eltern möchten heute alles richtig machen“, bemerke sie immer wieder. Durch die Informationsflut, die heute möglich ist, „sind viele verunsichert und haben Angst, Fehler in der Erziehung zu machen“. Sie selbst hat in der Kita 1990 angefangen, blickt sie zurück und stellt fest: „Die Verunsicherung hat zugenommen.“ Die Ursache sieht sie für viele Mütter in deren Doppelbelastung und der Berufstätigkeit beider Eltern und – verglichen mit früher – der fehlenden Großfamilie. Das mache sich auch bei den Kindern „im sozial-emotionalen Bereich bemerkbar“. Sie nennt ein Beispiel: „Viele Kinder, die zu uns kommen, brauchen viel länger, um eine Bindung aufzubauen.“ Bei einigen dauere es „vier bis sechs Wochen bis sie richtig in der Kita angekommen sind“.

Eltern nutzen Freiräume

Die Erzieher versuchen laut Angela Lippe, klar zu machen, wie wichtig Eltern sind. „Denn wir können nicht familienergänzend sein, sondern nur familienunterstützend.“ Aber sie bemerke in letzter Zeit auch wieder Schritte zurück. „Wir nennen das back zu the roots – zurück zu den Wurzeln“, sieht sie jetzt immer häufiger Eltern, die kurze Freiräume nutzen und mit ihren Kindern „hier in der Kita zusammen unterwegs sind“.

Von Hilke Kottlick

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