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Meinersen Straßen nach Feuerwehrleuten benennen? Politik hat noch Beratungsbedarf
Gifhorn Meinersen Straßen nach Feuerwehrleuten benennen? Politik hat noch Beratungsbedarf
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10:31 08.11.2019
Gedenktag: Die Feuerwehren der Samtgemeinde Meinersen kamen am Mahnmal der Waldbrandkatastrophe von 1975 zusammen. Quelle: Chris Niebuhr (Archiv)
Meinersen

Reges Interesse der Bürger jüngst im Bauausschuss der Gemeinde Meinersen: Rund 30 Einwohner nahmen an der Sitzung teil. Sie interessierten sich vor allem für die Vergabe neuer Straßennamen im Baugebiet Meinersen-Süd, aber auch für die Bauleitplanung für den möglichen Bau eines Supermarktes in Ohof.

Argumente gegen Namen von Feuerwehrleuten

Über die Vergabe der Straßennamen wurde dann auch lange von den Ausschussmitgliedern diskutiert. Die Meinerserin Tjadina Heuer hatte vor einiger Zeit die Anregung gegeben, das Andenken an die fünf Feuerwehrleute, die bei der Waldbrandkatastrophe 1975 gestorben waren, durch das Benennen von Straßen nach ihnen zu bewahren. Dafür gibt es bereits im Wald einen Gedenkstein mit entsprechendem Umfeld, alljährlich findet dort auch eine große Gedenkfeier statt. Zwar sahen auch die Politiker in der Idee einen rühmlichen Gedanken, doch konnten sie sich noch nicht entscheiden, ob die Benennung von Straßen nach den Feuerwehrleuten erfolgen soll. Als Alternativen werden noch die Wahl von alten Flurnamen oder von Vogelnamen diskutiert. Letztlich einigte man sich darauf, zunächst in den Klausurtagungen der einzelnen Fraktionen noch einmal zu beraten und dann erneut in den politischen Gremien darüber zu sprechen.

Tjadina Heuer vor der Gedenktafel am Ehrenmal im Wald bei Meinersen: Die Schülerin hat jetzt beantragt, dass fünf Straßen die Namen der Brandopfeer tragen sollen, die bei der Waldbrandkatastrophe 1975 ums Leben kamen. Quelle: Hilke Kottlick

Grundlagen für Supermarkt

Für den Bereich Schwarzer Weg in Ohof wurde dann der Aufstellungsbeschluss gefasst für den Bebauungsplan. Das Verfahren ist noch ganz am Anfang, zunächst wurden die Grundlagen geschaffen für die Pläne eines Investors, dort einen Supermarkt zu errichten. Die Einwohner hatten in dem Zusammenhang vor allem Interesse an der Frage eines Ausbaus der Straße – was aber noch nicht Gegenstand der Diskussion war. Die Beteiligung der Öffentlichkeit folgt in einem nächsten Schritt des Verfahrens ohnehin noch.

Das ist am Appelweg in Päse geplant

Grünes Licht gab es auch für den Bebauungsplan Appelweg in Päse. Auch hier ging es um einen Aufstellungsbeschluss. Ziel eines privaten Vorhabenträgers ist die Errichtung eines Baumhaushotels mit fünf Baumhäusern, einer Betriebsleiterwohnung, einer Rezeption sowie drei Nebengebäuden. Außerdem sollen Renaturierungsmaßnahmen mit dem Ziel einer ökologischen Aufwertung erfolgen und ein sanfter Tourismus ermöglicht werden. Die Pläne trafen auf einhellige Zustimmung im Ausschuss.

Wie will Meinersen regenerative Energien fördern?

Heiß diskutiert wurde dann hingegen, ob der Bau von Photovoltaik- oder Solarthermieanlagen durch Hauseigentümer im Neubaugebiet Harsebruch in Päse durch die Gemeinde mit bis zu 1000 Euro gefördert werden soll. CDU, FPD und Grüne hatten den entsprechenden Antrag gestellt. Zu bedenken gegeben wurde unter anderem, dass es auch andere Möglichkeiten gebe, regenerative Energien zu fördern. Auch kam die Frage auf, wie viel Sinn es mache, ohnehin aus ökologischer Sicht schon sehr gut gedämmte und mit modernen Heizanlagen versehene Neubauten zusätzlich zu fördern. Ausschussvorsitzender Uwe Solkan wies darauf hin, dass er es mindestens für genauso sinnvoll halte, den Tausch einer 25 bis 30 Jahre alten Ölheizung gegen ein modernes Gerät zu bezuschussen. Und schließlich spielt auch die angespannte Haushaltslage der Gemeinde ein Rolle, denn wenn man eine Förderung in einem Baugebiet ermöglicht, folgt quasi automatisch die Frage nach Förderung auch aus anderen Baugebieten. Am Ende einigte man sich darauf, die Förderung zunächst als Pilotprojekt zu verfolgen, um dann zu gucken, wie die Resonanz ist, und gegebenenfalls weitere Überlegungen folgen zu lassen. Zudem sollen alternativ auch andere Fördermöglichkeiten für Umweltschutzmaßnahmen geprüft werden.

Von Chris Niebuhr

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