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Meinersen Vor 44 Jahren: Feuerwehren erinnern mit Gedenkfeier an Opfer
Gifhorn Meinersen Vor 44 Jahren: Feuerwehren erinnern mit Gedenkfeier an Opfer
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12:10 12.08.2019
Gedenken an Waldbrandkatastrophe: Um an die fünf Opfer zu erinnern, wurden am Denkmal bei Meinersen Kränze und Blumen niedergelegt. Quelle: Ron Niebuhr
Meinersen

Die größte Waldbrandkatastrophe in der Geschichte des Landkreises Gifhorn liegt nun bereits 44 Jahre zurück. Die Erinnerung daran ist nach wie vor präsent. Das Gedenken an ihre fünf damals im Kampf gegen das Feuer tödlich verunglückten Kameraden pflegen die Feuerwehren aus der Region. So auch am Samstag wieder.

Abordnungen aus der Region

Abordnungen der Feuerwehren aus der Region – vor allem aus der Samtgemeinde Meinersen und aus Fallersleben – sowie der Bundeswehr wohnten der Gedenkfeier am Denkmal im Wald bei Meinersen gemeinsam mit Vertretern aus Politik und Verwaltung sowie interessierten Bürgern bei. „Ich bin sehr froh, dass sich jedes Jahr eine Vielzahl von Kameradinnen und Kameraden versammelt und daran erinnert, was hier am 10. August 1975 passiert ist", sagte Eckhard Montzka.

Kein Entkommen

Der Samtgemeindebürgermeister rief in Erinnerung, dass damals fünf Feuerwehrmänner – Helmut Wille (48), Otto Oskar Könneker (30), Gerhard Schlie (28) und Kurt Fischer (24) aus Fallersleben sowie Hartmut Oelkers (16) aus Hohenhameln – im Kampf gegen den Waldbrand ihr Leben ließen. Kurz vor Meinersen konnte den Brand zunächst gestoppt werden. Doch plötzlich drehender Wind ließ die bis zu 20 Meter hohen Flammen die Richtung wechseln. Ein Löschfahrzeug der Fallersleber Feuerwehr wurde eingeschlossen. Für die fünf Kameraden gab es kein Entkommen.

Empfehlung an den Rat

Montzka unterstützte ausdrücklich den Vorstoß der Meinerserin Tjadina Heuer, Straßen in Meinersen nach den fünf Feuerwehrmännern zu benennen, die bei der Rettung des Ortes ihr Leben ließen: „Ich kann dem Meinerser Rat nur empfehlen, diesem Antrag zu folgen. Es wäre ein guter Weg, die Kameraden zu ehren."

Mehr Flächenbrände

Allgemein steige das Risiko für Flächenbrände – begünstigt durch den Klimawandel. Das an sich tolle Sommerwetter bringe durch lang anhaltende Trockenheit eben leider auch eine erhöhte Waldbrandgefahr mit sich, sagte Montzka. In diesem Jahr im Grunde schon seit Ostern. Obgleich manche Gefahr erkannt und gebannt werde, sei es nicht völlig auszuschließen, dass größere Feuer ausbrechen. So zum Beispiel in Lübtheen (Mecklenburg-Vorpommern), wo 3000 Einsatzkräfte gegen einen Flächenbrand mit einem Ausmaß von 900 Hektar ausrückten. „Die Situation dort erinnerte stark an den Brand hier bei uns vor 44 Jahren", sagte Montzka.

Aufklärungsarbeit leisten

Kleinere Brände in der Samtgemeinde konnten schnell gelöscht werden, auch weil die Fahrzeuge gemäß Feuerschutzkonzeption über Löschwassertanks verfügen. So gewinnt man Zeit, bis eine kontinuierliche Wasserversorgung aufgebaut ist. Auch sei es dem Fachwissen der Einsatzkräfte zu verdanken, dass sich kleine Feuer nicht zu Großbränden entwickeln. Dennoch müsse man weiter Aufklärungsarbeit leisten, damit im Wald nicht geraucht oder gar gegrillt wird. Letztlich gehe es auch um den „Erhalt der Wälder als grüne Lungen im zunehmend verstädterten Land", betonte Montzka. Gemeinsam mit Feuerwehrkameraden stellte er Blumenschalen an den Gedenkstein.

Von Ron Niebuhr

Tjadina Heuer macht sich erneut stark für die Opfer der Waldbrandkatastrophe im Jahr 1975. Sie möchte jetzt erreichen, dass fünf Straßen in Meinersen nach ihnen benannt werden.

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