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Meinersen Kabarettistin Liza Kos begeistert Publikum
Gifhorn Meinersen Kabarettistin Liza Kos begeistert Publikum
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16:54 29.09.2019
Liza Kos: Die Kabarettistin bot am Freitagabend in Meinersen eine kurzweilige und unterhaltsame Comedy-Veranstaltung. Quelle: Maren Kiesbye
Meinersen

„Ich schlage vor, ich integriere mich erstmal“, begrüßte Liza Kos ihr Publikum im Meinerser Kulturzentrum am Freitagabend. Bei ihrem Bühnenprogramm „Was glaub ich, wer ich bin?!“ rauschte die temperamentvolle Kabarettistin durch russische, deutsche und türkische Klischees und vorherrschende Besonderheiten. Die kurzweilige Comedy-Veranstaltung war Teil der „Heißen Kartoffeln“-Reihe.

Kopftuch aus Leidenschaft

Mit 15 Jahren immigrierte die in Moskau geborene Russin mit ihren Eltern nach Deutschland. Sofort beginnt Kos, sich schnellstmöglich zu integrieren – hilfreich dafür: ein deutscher Freund. Doch ihre erste große Liebe Achmed entpuppt sich als Türke. So taucht sie versehentlich statt in die deutsche Sprache und Kultur in die türkische ein und wird sogar für vier Jahre Kopftuchträgerin mit Leidenschaft.

Karneval und Wodka

Ihr zweiter Freund, Rainer, ist noch viel deutscher als Achmed und führt sie in die „krasse“ Welt der Karnevalssitzungen ein. „Ich bin geprägt von drei Kulturen“, sagt die Komödiantin heute, „in meinem Kopf leben drei Menschen. Das ist gut, man ist nie alleine. Leider sind alle drei Frauen und sehr kommunikativ, deshalb wird es mir manchmal etwas zu viel.“ Der Kampf zwischen den dreien sei ihr Dilemma – die Russin in ihr will immer ausgehen und viel Wodka trinken, die Türkin findet das gar nicht gut, und die Deutsche putzt sich andauernd lautstark die Nase und steht total auf Emanzipation und Bürokratie. Letztens – so erzählte Liza Kos, überredeten die Russin und die Deutsche die Türkin, gemeinsam Tanzen zu gehen. Es war ein schöner Mädelsabend - die Russin und die Deutsche tranken sehr viel Alkohol, und die Türkin fuhr sie anschließend nach Hause.

Trockener Humor

Mit einem sehr speziellen trockenen Humor schlüpfte die heute 38-Jährige in die drei Charaktere, die in ihr wohnen, nahm einen starken russischen Akzent an, wenn sie die kühle Russin spielte und einen typisch türkischen Akzent, wenn sie kopftuchtragend über die Rolle der türkischen Frau sprach. „Ich darf auf der Bühne Kopftuch tragen“, sagte sie, „denn ich bin mit einem Halbtürken verwandt. Meinem Sohn.“ Für ihre parodistischen Songs mitsamt Akustikgitarre, beziehungsweise ihrer „integrierten Balalaika“, erntete sie viel Applaus vom zahlreich erschienenen Publikum.

Das waren die Heißen Kartoffeln 2019

Diese heißen Kartoffeln wurden serviert:

* Holger Dexne präsentiert sich als „Caveman“

* Dr. Dietrich Paul: Was Beethoven mit Mathe zu tun hat

* Heinrich del Core witzelt über den Thermo-Mix

* Amüsanter Abend mit erfrischendem Kabarett mit dem Duo Das Geld liegt auf der Straße, Marie

* Hagen Rether über Flüchtlinge, Klimawandel und Vatikan

* Ein Sprachakrobatiker amüsiert das Publikum

Von Maren Kiesbye

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