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Meinersen Hauptschüler fertigen hübsche Holzschmetterlinge für Hospizarbeit
Gifhorn Meinersen Hauptschüler fertigen hübsche Holzschmetterlinge für Hospizarbeit
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09:00 05.12.2019
Schmetterlinge für die Hospizbewegung Peine: Elke Krämer (v.r.) freut sich über die Aktion, die von Thomas Überall und Sandra Franke initiiert wurde. Quelle: Hilke Kottlick
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Meinersen

Meinerser Hauptschüler werkeln für Sterbende und deren Angehörige. Die Mädchen und Jungen fertigten Schmetterlinge aus Holz und übergaben insgesamt 30 dieser Exemplare an Elke Krämer, neben Claudia Baderschneider Koordinatorin der Hospizbewegung in Peine. „Der Schmetterling steht bei uns in der Hospizbewegung für ein Zeichen der Transformation, der Umwandlung von der Puppe in einen Falter, und er steht vielleicht für manche sterbenden Menschen auch für die Hoffnung auf ein Leben danach, je nach ihrem Glauben“, erläuterte Elke Krämer.

Besondere Symbolik

Von der Symbolik der Schmetterlinge weiß auch Thomas Überall. Der ausgebildete Tischler engagiert sich ehrenamtlich in der Hospizbewegung Peine und er ist gleichzeitig pädagogischer Mitarbeiter in der Hauptschule Meinersen. Dort berichtete er von den Schmetterlingen. So entstand die Idee bei Lehrerin Sandra Franke, mit den Schülern im Werkunterricht Falter aus Holz herzustellen und sie den Hospiz-Mitarbeitern zu schenken – „vielleicht für Angehörige Verstorbener als Andenken“, sagt sie.

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Das Team Franke/Überall setzte den Plan gemeinsam mit den Schülern in die Tat um. „Thomas Überall zeichnete einen Schmetterling auf“, nannte Franke erste Schritte. „Dann haben wir davon Schablonen aus Pappe hergestellt und die Schüler haben die Konturen auf das Sperrholz übertragen“, ergänzt Überall.

Tabu-Themen

Parallel dazu „haben wir die Gelegenheit genutzt, mit den Schülern die Tabu-Themen Sterbebegleitung und Tod aufzugreifen und offen darüber zu sprechen“, berichtet Franke weiterhin. „Diese Aktion kam an“, freut sie sich. Die Jungen und Mädchen hörten nicht nur interessiert zu, sondern betätigten sich auch – unterstützt von Profi-Tischler Überall – kreativ und sorgfältig im Werkraum. Da wurde gezeichnet und gesägt, geschraubt und geschliffen. Die fertig ausgesägten Schmetterlinge fixierten sie später auf einem Stab, den sie wiederum auf einem standfesten Brett befestigten.

Jedes ein Unikat

Die hölzernen Exemplare – laut Sandra Franke „jedes ein Unikat“ – begeistern Elke Krämer. Sie war extra mit dem Auto aus Peine zur Schule am Gajenberg Meinersen gekommen, um die 30 Schmetterlinge abzuholen. Sie wird sie im Rahmen der Hospizarbeit verschenken, berichtet sie. Dabei muss die jeweilige Situation und Übergabe aber „schon stimmig sein“, sagt sie und informiert über ihre ehrenamtliche Arbeit mit dem aussagekräftigen Argument: „Wir versuchen, Menschen mehr Lebensqualität durch unsere Unterstützung zu ermöglichen“. Das kann laut Elke Krämer der pflegende Partner sein, den die Hospiz-Aktiven entlasten und ihm so die Möglichkeit bieten, „einfach einmal Luft zu tanken oder zum Friseur zu gehen“. Das kann genauso Trauerbegleitung oder Beratung in Fragen von Palliative Care oder Patientenverfügung sein.

Adventszeit einläuten

Den Schülern hat die Aktion gefallen. „Das hat Spaß gemacht“, findet Lene Zembock. Die Zwölfjährige hat ihren Schmetterling „ganz allein ausgesägt“, wie sie sagt und später auch noch „anderen Schülern bei ihren Arbeiten geholfen“. Auch Helin Yiltiz war begeistert dabei. „Drei bis vier Wochen lang haben wir an den Schmetterlingen jeweils in zwei Unterrichtsstunden pro Woche gearbeitet“, berichtet die 14-Jährige. Jetzt startet im Werkunterricht ein neues Projekt – „wir bauen Wichtel“ sagt sie und „läuten damit die Adventszeit ein“, ergänzt Lehrerin Franke.

Von Hilke Kottlick

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