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Meinersen So funktioniert solidarische Landwirtschaft in Müden
Gifhorn Meinersen So funktioniert solidarische Landwirtschaft in Müden
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17:00 30.10.2019
Nadja (3.v.r.) und Martin Rautenberg (r.) betreiben einen Bio-Hof in solidarischer Landwirtschaft. Quelle: Yvonne Droste
Müden

Seit Beginn diesen Jahres betreiben Nadja (31) und Martin Rautenberg (33) aus Müden eine solidarische Bio-Landwirtschaft auf ihrem Hof im Langenklint. Solidarische Landwirtschaft (Solawi) bedeutet bei den Rautenbergs, dass zwar ihnen der Hof und die Ländereien darum herum allein gehören, sie aber die gesamte Ernte mit den Mitgliedern ihrer Solawi gerecht teilen. Dafür erhalten sie einen monatlichen Beitrag von aktuell 100 Euro pro Anteilsmitglied, unabhängig vom Ernteerfolg.

Planungssicherheit für die Landwirte

„Das verschafft uns Planungssicherheit“, sagt Martin Rautenberg. Außerdem wird von dem Monatsbeitrag das Gehalt für die angestellte Gärtnerin, Alina Hiller, bezahlt. Sie macht aktuell eine spezielle Ausbildung für biologisch-dynamische Landwirtschaft, mit der sie einmal einen Demeter-Betrieb leiten kann. „Das ist eine Alternative zur staatlichen Landwirtschaftsausbildung auf konventionellen Höfen“, erklärt sie, die bereits auf anderen Solawi-Höfen Erfahrungen gesammelt hat.

Ebenso fachlich unterstützt werden die Rautenbergs in ihrem noch jungen Unternehmen von ihrem Kooperationspartner Nicolas Bernard aus Päse. Er ist Gärtnermeister mit Fachrichtung Gemüsebau und führt seinen direkt vermarktenden Hof seit sechs Jahren im Bio-Betrieb. Seiner Meinung nach müsste es überhaupt keine Supermärkte geben, wenn sich alle Menschen direkt von den Erträgen der umliegenden Höfe ernähren würden.

Reiche Ernte gibt es auf dem Gemüsefeld hinter ihrem Hof am Langenklint. Quelle: Yvonne Droste

Das können jedenfalls die aktuell 41 Anteilsmitglieder der von den Rautenbergs initiierten und organisierten Solawi jeden Freitag: „Dann ernten wir und um 14 Uhr können die Mitglieder ihr frisches Gemüse entweder direkt bei uns oder an den Abholstationen in Gifhorn und Wolfsburg abholen.“

Abholstationen in Gifhorn und Wolfsburg

Für diese Abholstationen stellen zwei Mitglieder die eigene Garage zur Verfügung. Dort wiegt jeder selbst seinen Anteil Kartoffeln, Kürbis oder Feldsalat ab. Diese Form der Eigenverantwortung zieht sich durch das gesamte Solawi-Konzept der Rautenbergs. Denn alle Mitglieder sind dazu eingeladen, auf den Gemüsefeldern am Langenklint mitzuarbeiten. Sie entscheiden mit, was mit dem Jahresbudget geschieht, welche Feldfrüchte angebaut werden und in welche Richtung sich die Solawi weiterentwickelt.

So sieht eine Abholstation der Solawi aus. Auf der Tafel stehen die Anteile, die sich die Mitglieder selbst abwiegen dürfen. Quelle: Yvonne Droste

Wenn es nach Nadja und Martin Rautenberg geht, dann wird die Solawi im kommenden Jahr sowohl um weitere Anteilsmitglieder wachsen – „wir hoffen auf 200“ – als auch um andere landwirtschaftliche Produkte in der Angebotspalette ergänzt. Milch, Milchprodukte und Fleisch möchte Stefan Meinecke aus Ummern zusammen mit seinem Kooperationspartner Andreas John liefern. „Außerdem suchen wir aktuell nach einer Bäckersfamilie, die Brot und Backwaren einbringt“, sagt Martin Rautenberg.

Wer Interesse an einer Solawi-Mitgliedschaft hat, kann sich im Internet auf www.imkerei-rautenberg.de informieren.

Von Yvonne Droste

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